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Lokales Gehe-BSZ soll an die Boxberger Straße ziehen
Dresden Lokales Gehe-BSZ soll an die Boxberger Straße ziehen
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08:19 02.08.2018
Die Boxberger Straße soll wieder Schulstandort werden. Quelle: Roland Halkasch
Dresden

In einen langen Streit um die Dresdner Schullandschaft kommt Bewegung: Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann will dem Stadtrat den Umzug des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) „Franz-Ludwig-Gehe“ an die Boxberger Straße vorschlagen. An der Bodenbacher Straße in der Nähe der Margon-Arena soll ein Gymnasium eingerichtet werden. Das erklärte der CDU-Politiker am Mittwoch auf DNN-Anfrage.

Dahiner steht eine lange Diskussion. Die rot-grün-rote Kooperation im Stadtrat hat den bisherigen Sitz der Berufsschule am Leutewitzer Ring als Standort für ein Gymnasium vorgesehen. Damit ist der Umzug des BSZ notwendig, gegen den sich nicht zuletzt der BSZ-Schulleiter, der frühere CDU-Stadtrat Lars Kluger, vehement gestemmt hat.

Auch Vorjohann würde das BSZ lieber lassen, wo es ist. Nach den Vorstellungen der Verwaltung im Schulnetzplan, den Vorjohann vor einem Jahr vorlegte, sollen an der Freiberger Straße eine Oberschule und ein Gymnasium entstehen. Außerdem wurde am Berthelsdorfer Weg ein Gymnasium für die Schulplanungsregion Linkselbisch-Ost (LEO) vorgegründet, für den die Verwaltung zunächst keinen endgültigen Standortvorschlag gemacht hat.

Die Stadtratsmehrheit hatte die Verwaltung aufgefordert, einen Standortvorschlag für den Umzug des BSZ und das LEO-Gymnasium zu machen. Dafür standen die Bodenbacher Straße und die Boxberger Straße zur Auswahl.

Jahre zuvor war mehrfach der Versuch gescheitert, an der Boxberger Straße ein Gymnasium für Prohlis zu installieren. Es gab zu wenig Anmeldungen. Kritiker hielten der Stadt und dem Land stets vor, den unliebsamen Standort nicht ausreichend zu fördern. Als 2015 plötzlich in großer Zahl Flüchtlingsunterkünfte notwendig waren, wurde der Komplex auf der Boxberger Straße zum Quartier umgewidmet und verlor seine Betriebserlaubnis als Schule. Für die Ansiedlung des BSZ dürfte es daher auf einen Neubau an dieser Stelle hinauslaufen. BSZ-Chef Kluger hatte in der Vergangenheit erkennen lassen, dass der Umzug in einen Neubau für ihn vorstellbar ist.

Wenn Vorjohanns Vorschlag als Vorlage für den Stadtrat auf dem Tisch liegt, müssen die Stadträte entscheiden. Unklar ist dabei, ob der Vorstoß in der Kooperationsmehrheit einhellige Zustimmung finden wird. Für die Boxberger Straße sind derzeit schon reichlich 20 Millionen für 2019 und 2020 vorgesehen gewesen, die aber aufgrund fehlender konkreter Pläne für das Areal inzwischen teilweise anders eingesetzt werden.

Von Ingolf Pleil

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