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Gegen Straßenlärm - Dresdner Akustikforscher rüsten auf

Gegen Straßenlärm - Dresdner Akustikforscher rüsten auf

Mit einem nagelneuen eigenen Anhänger für die Messung von Rollgeräuschen auf Fahrbahnen rüstet die Gesellschaft für Akustikforschung Dresden im Kampf gegen den Straßenlärm auf.

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Christian Schulze, Geschäftsführer der Gesellschaft für Akustikforschung Dresden mbH, präsentiert den neuen Messgerätehänger.

Quelle: Holger Grigutsch

Das 40 000 Euro teure Gerät ersetzt den bislang von der Technischen Universität geliehenen Mess-Anhänger und ermöglicht Messungen unter realistischeren Bedingungen, erläuterte Geschäftsführer Christian Schulze gestern bei der Präsentation der Neuerwerbung.

Unter Schallschutzhauben verborgen messen Mikrofone während der Fahrt die Reifengeräusche auf Autobahnen, Landstraßen und im Stadtgebiet. Die Kunden der Dresdner Akustikforscher benötigen zum Beispiel Vergleichswerte vor und nach Straßensanierungen, um festzustellen, ob die beabsichtigten Verbesserungen beim Lärmschutz auch erreicht werden. Außerdem prüfen die Dresdner, wie sich die Schalleigenschaften der Straßenbeläge bei zunehmender Alterung verändern und sammeln auf Teststrecken Messwerte für neuartige Straßenbaumaterialien.

Die ersten Feuerproben hat die Neuerwerbung bereits hinter sich. Auf der B 6 zwischen Dresden und Bischofswerde, auf der Staatsstraße 177 und einer Teststrecke auf der A33 in Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Wochen erste Messungen absolviert.

Auch wenn der neue Messanhänger nicht dem Institut für Stadtbauwesen und Straßenbau der TU gehört - an der engen Zusammenarbeit mit der Universität wird sich nichts ändern, sagt Schulze. 2002 von TU-Doktoranden gegründet, zählt das Unternehmen heute mit sieben Mitarbeitern unter anderem Lärmschutzmessungen für den Maschinen-, Schiffs- und Fahrzeugbau zu seinen Geschäftsfeldern. Dazu zählt auch die aktive Lärmminderung durch die Erzeugung von den Schallwellen entgegengesetzten Schwingungen. Dadurch wird die schallarme Auslegung von Anlagen, Maschinen und Bauteilen ermöglicht. Auch Prototypen und Messtechnik bauen die Dresdner.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.07.2015

Holger Grigutsch

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