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Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Hinrichtung polnischer Widerstandskämpfer in Dresden

Deutsch-Polnische Beziehung Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Hinrichtung polnischer Widerstandskämpfer in Dresden

Der 23. Juni 1942 ist ein schwarzer Tag für die polnische Kleinstadt Gostyn. 12 Bürger der Stadt, die als Widerstandskämpfer bei der „schwarzen Legion“ gegen das Naziregime eintraten, mussten in Dresden ihr Leben lassen.

Dresden gedenkt polnischen Widerstandsopfern des Naziregime
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Der 23. Juni 1942 ist ein schwarzer Tag für die polnische Kleinstadt Gostyn. 12 Bürger der Stadt, die als Widerstandskämpfer bei der „schwarzen Legion“ gegen das Naziregime eintraten, mussten in der Hinrichtungsstätte am Münchner Platz in Dresden ihr Leben lassen.

75. Jahre später wird an diese Opfer und die Taten des Naziregimes am gleichen Ort erinnert.

Anlässlich dieses Jahrestages versammelten sich am Dienstag Mitglieder der Gedenkstätte Münchner Platz, Vertreter des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes und Teile der Deutsch-Polnischen Gesellschaft an der ehemaligen Hinrichtungsstätte in Dresden. Angehörige und Bürger der Stadt Gostyn waren ebenfalls zum Gedenken an die Opfer nach Dresden angereist.

„Die Verbrechen gehören zu unserer Geschichte. Wir können sie nicht ungeschehen machen, aber wir können gedenken und daraus lernen“, so der erste Bürgermeister Dresdens, Detlef Sittel. Die jährlichen Feierlichkeiten sieht er als ein Zeichen der deutsch-polnischen Versöhnung. „Wir müssen die Erinnerungen wachhalten, die Gegenwart leben und die Zukunft gestalten“. Aus diesem Grund sei es schön, auch junge Bürger aus Gostyn begrüßen zu dürfen. In der heutigen Zeit sei es eine gemeinsame Aufgabe, für Frieden und Miteinander einzutreten.

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Der 23. Juni 1942 ist ein schwarzer Tag für die polnische Kleinstadt Gostyn. 12 Bürger der Stadt, die als Widerstandskämpfer bei der „schwarzen Legion“ gegen das Naziregime eintraten, müssen in der Hinrichtungsstätte am Münchner Platz in Dresden ihr Leben lassen.

75. Jahre später wird an diese Opfer und die Taten des Naziregimes am gleichen Ort erinnert.

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Dafür stand auch der Pole Marian Sobkowiak bis zu seinem Lebensende. Er war der letzte lebende Zeitzeuge, der bei der Verschleppung aus Gostyn nach Dresden dabei war und die Versöhnung und Partnerschaft der beiden Städte stark voranbrachte. „Wir können vergeben und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, so wie Sobkowiak es uns vorgemacht hat“, sagte ein Vertreter der Stadtverwaltung Gostyn am Gedenkort.

Sobkowiak verstarb Anfang 2017. Somit war es das erste Mal, dass kein Zeitzeuge an der Gedenkfeier teilnahm. Durch Schüleraustausche und Jugendarbeit sind die beiden Städte dennoch bemüht, das Bewusstsein für die Geschichte weiterhin aufrecht zu erhalten.

„Das Besondere an dieser Geschichte ist die persönliche Beziehung“, sagt Gerald Hacke, Mitglied der Gedenkstätte Münchner Platz. „In den 60er Jahren kamen Hinterbliebene der Opfer hier her, um etwas über ihre Angehörigen zu erfahren. Diese besondere Nähe zu der Geschichte verbindet Länder, Städte und Menschen besonders stark“.

Von czr

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