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Lokales Gebürtiger Anatole kauft die Yenidze in Dresden
Dresden Lokales Gebürtiger Anatole kauft die Yenidze in Dresden
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20:33 09.09.2015
Enver Büyükarslan kam als Kind nach Deutschland. Quelle: Thomas Rafalzyk

Gründer und Geschäftsführer der EB-Group ist der 39-jährige Enver Büyükarslan, ein gebürtiger Anatole, der 1980 als Schulanfänger mit seinen Eltern nach Deutschland kam und mittlerweile bundesweit Schlagzeilen macht als gelungenes Beispiel für Integration.

Im Jahr 2000 rief Büyükarslan die EB-Group ins Leben. Das Unternehmen beschäftigt 150 Mitarbeiter und betreut international ausgerichtete Immobilienfonds. Zum Portfolio gehören über 130 Objekte in Berlin und Potsdam, etwa das E-Werk in Berlin-Mitte (einstige Techno-Hochburg) und das "Spreeloft" im Stadtteil Moabit.

Die Yenidze ist das erste Objekt der EB-Group außerhalb des Berliner Raums. "Für die überregionale Erweiterung unseres Verwaltungsbestandes könnte es kein besseres Objekt geben, als die ehemalige Zigarettenfabrik in Dresden", sagt Enver Büyükarslan. Als Mann, der aus dem vorderasiatischen Raum stammt und mit der dortigen Kultur entsprechend vertraut ist, hat er das 1908 im Stil einer Moschee errichtete Gebäude auch ganz persönlich ins Herz geschlossen. So sammelt er schon fleißig Exponate, die demnächst in einer Ausstellung zur Geschichte des Hauses gezeigt werden sollen.

"Der unverwechselbare orientalische Baustil macht die Yenidze nicht nur zu einem repräsentativen Bürostandort für Gewerbetreibende, er zieht auch viele Besucher an, die auf der Dachterrasse des Kuppelrestaurants den Blick über Dresden genießen." An dem Konzept, die Yenidze als Bürogebäude zu nutzen, hält die EB-Group laut einer Mitteilung fest. Der bisherige Eigentümer, der Israeli Adi Keizman von ADO Properties, verfolgte seinerzeit hochfliegende Pläne für den Umbau zu einem Luxushotel - die sich allerdings in Wohlgefallen auflösten.

Architekt Martin Hammitzsch, ein späterer Schwager von Adolf Hitler, entwarf die Yenidze im Auftrag des Tabak-Importeurs Hugo Zietz. Der Name des Gebäudes bezieht sich auf das gleichnamige Tabakanbaugebiet und den alten Namen der nordgriechischen Kleinstadt Genisea. Der Tabak, den Zietz verarbeitete, stammte nämlich von dort.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.02.2014

Christoph Stephan

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