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Lokales Garten an der Prager Straße harrt der Sanierung
Dresden Lokales Garten an der Prager Straße harrt der Sanierung
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08:05 22.08.2017
Der Garten an der Prager Straße bietet keinen schönen Anblick. Quelle: Genia Bleier
Dresden

Der Name Touristengarten scheint ziemlich hochgestapelt beim Anblick üppig wuchernden Unkrauts und zerbröselnder Betonelemente. Im Hinterland der Prager Straße, an der Rückseite der Hotels „Bastei“ und „Königstein“, könnte sich eine kleine Oase auftun, in der auch Touristen mitten im Stadtzentrum eine Verschnaufpause finden. Pflanzen sind noch vorhanden und bequeme Bänke, die derzeit offenbar auch Obdachlosen eine Bleibe bieten. Doch dass es sich hier um eine denkmalgeschützte städtische Anlage handelt, zeigt der aktuelle Zustand eher nicht.

Der Garten an der Prager Straße bietet keinen schönen Anblick. Quelle: Genia Bleier

Bei der Erbauung der Prager Straße in den 1960er/70er Jahren – eine der ersten Fußgängerzonen im Nachkriegsdeutschland – erhielten die Hotelbauten verbindende Laubengänge und zwei künstlerisch gestaltete Gartenanlagen, ebenfalls mit einer Pergola versehen. 2004 fiel einer der beiden Touristengärten einer Neubebauung zum Opfer, die langgestreckte Pergola des verbliebenen Gartens wurde 2014 aus statischen Gründen entfernt. Bis Ende 2016 sollte sie wieder errichtet sein, hatte seinerzeit das Amt für Kultur und Denkmalschutz den DNN mitgeteilt.

Heute sieht das Denkmal noch ungepflegter aus, was sich aber ändern soll – irgendwann. Das zuständige Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft teilt auf Nachfrage mit, dass seit 2016 Planungen für eine schrittweise denkmalgerechte Sanierung des Touristengartens und der baulichen Anlagen laufen. „Frühestens 2018 könnten erste Arbeiten mit der Abdichtung der unter dem Nordteil der Anlage befindlichen Trafostation beginnen. Dies ist Voraussetzung für alle weiteren Arbeiten“, heißt es weiter. Und erst wenn dann zusätzliche Haushaltmittel zur Verfügung stehen, könnte die schrittweise Sanierung beginnen. Bis dahin wird noch viel Unkraut wuchern.

Von Genia Bleier

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