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Lokales Gagfah will Mieterservice in Dresden verbessern
Dresden Lokales Gagfah will Mieterservice in Dresden verbessern
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10:40 13.11.2015
Gagfah-Regionalgeschäftsführerin Martina Pansa (links) stellte sich am Mittwochabend den Fragen der Johannstädter. Weiter im Podium: Moderator Uwe-Eckart Böttger, Peter Bartels, Vorsitzender des Mietervereins Dresden, und SPD-Stadtrat Hendrik Stalmann-Fischer (von links). Quelle: Romy Leimer
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Dresden

Der Immobilienriese Vonovia will 2016 zehn Millionen Euro für die Modernisierung seines Dresdner Wohnungsbestandes ausgeben. Das erklärte Gagfah-Regionalgeschäftsführerin Martina Pansa am Rande einer von der SPD organisierten Einwohnerversammlung am Mittwochabend im Stadtteil Johannstadt. Vonovia ist eine Fusion der beiden Konzerne Deutsche Annington und Gagfah und geht zum Jahreswechsel an den Start.

Die Gagfah hatte 2006 die kommunalen Woba-Wohnungen in Dresden gekauft. Inzwischen besitzt der Konzern rund 35 000 Wohnungen in Dresden, wobei die Stadt über Belegrechte für 10 000 Wohnungen verfügt. Das sei das Spannungsfeld bei Modernisierungen, so Pansa: "Wenn wir in die Wohnungen investieren, geht das mit Mieterhöhungen einher." Die Gagfah solle sich aber bei den städtischen Belegwohnungen an die Sätze für die Kosten der Unterkunft für Hartz-IV-Empfänger halten. Diese würden eine Kaltmiete von 4,20 Euro pro Quadratmeter vorsehen, erläutert Martina Pansa.

Von den geplanten zehn Millionen Euro werde das Unternehmen nächstes Jahr einen Großteil in Johannstadt investieren, kündigte die Regionalgeschäftsführerin an.

So würden die Wohnungen in der Pfotenhauerstraße und der Florian-Geyer-Straße neue Eingangstüren erhalten. In der Geyer-Straße würden auch die Fassaden, Treppenhäuser und die Hauseingänge erneuert. In der Pfotenhauerstraße seien diese Arbeiten für 2017 gesehen. "Wir wollen die Häuser optisch aufwerten und so einen Beitrag zu mehr Ordnung und Sicherheit leisten", so die Immobilien-Managerin.

Beschwerden von Mietern, der Kundendienst der Gagfah sei schwer bis gar nicht zu erreichen, begegnete Pansa mit einer Ankündigung: "Am 1. Januar 2016 startet unser neues Servicecenter mit 200 Mitarbeitern in Dresden. Es soll von 7 bis 20 Uhr erreichbar sein und auch an Wochenenden zur Verfügung stehen." Die Kritik der Mieter sei berechtigt, die Gagfah sei tatsächlich schwierig zu erreichen gewesen. "Wir haben auf telefonische und postalische Erreichbarkeit gesetzt. Das ist in die Hose gegangen." Die Kundenbetreuung in Berlin sei personell unterbesetzt gewesen.

Nach dem Verkauf der Gagfah an die Deutsche Annington habe einige Monate Stillstand geherrscht. Jetzt aber könne die Gagfah von den Erfahrungen der Annington partizipieren, deren Systeme bereits seit vier Jahren laufen würden. "Da gab es auch Anlaufschwierigkeiten, die aber behoben wurden."

Ab Januar werde sich der Service für die Mieter auch an anderer Stelle verbessern, so die Regionalgeschäftsführerin: "Ein Objektbetreuer soll für 500 Wohnungen verantwortlich sein." Bisher habe sich ein Hausmeister um 800 bis 1000 Wohnungen kümmern müssen, da sei der neue Schlüssel eine echte Verbesserung. "Das wird sich auszahlen."

Die Mieter bemängelten Fragen von Ordnung und Sicherheit, aber auch Probleme mit Mieterhöhungen und Betriebskostenabrechnungen. Beim Thema Sauberkeit gab Pansa zu bedenken: "Wir haben in Johannstadt von Mai bis September 90 Kubikmeter Sperrmüll beräumen müssen, den Mieter einfach vor die Tür gestellt haben. Die Kosten legen wir auf alle um."

Thomas Baumann-Hartwig

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