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GHND gegen Aufstockung des Hochhauses am Pirnaischen Platz

Kritik an Plänen GHND gegen Aufstockung des Hochhauses am Pirnaischen Platz

Das Hochhaus am Pirnaischen Platz soll nach den Plänen eines Projektentwicklers um zwei Etagen aufgestockt werden. Das stößt auf Ablehnung bei der Gesellschaft Historischer Neumarkt und den Linken im Stadtrat.

Das Hochhaus des Anstoßes am Pirnaischen Platz.
 

Quelle: Archiv

Dresden. Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) und die Linke-Stadtratsfraktion lehnen eine Aufstockung des Hochhauses am Pirnaischen Platz ab. Ein Berliner Projektentwickler hat jetzt Pläne vorgelegt, wonach der 14-Geschosser zwei zusätzliche Etagen aus Glas erhält (DNN berichteten). Für die GHND verbieten sich die Pläne: „Die historische Altstadtsilhouette muss geschützt werden“, erklärte GHND-Vorstand Torsten Kulke.

Einst moderne Architekur - heute ein verwahrloster Klotz im Dresdner Zentrum. Seit Jahren wartet das Haus auf seine Modernisierung. Im Inneren steht vieles leer. Die Flure sind voller Grafitti, es riecht an vielen stellen beißend nach Urin. Trotzdem haben wir uns einmal umgesehen.

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In den vergangenen 27 Jahren hätten die Stadtentwickler auf den Erhalt der Blickbeziehungen zu den Elbhängen und von verschiedenen Aussichtspunkten im Elbtal geachtet. Mehrere Bauvorhaben seien verändert oder verhindert worden, etwa ein Hochhaus im Ostragelände. Auch die Anzahl der Etagen beim Turm des World Trade Centers sei begrenzt worden, ebenso die Höhe der Bebauung in der Hafencity, so Kulke. Das Hochhaus am Pirnaischen Platz wirke sich bereits mit 14 Etagen störend auf die geschützte Silhouette der Altstadt aus. „Aus unserer Sicht wäre eine Reduzierung um zwei Etagen notwendig“, so der Vorstand, der auch fordert, dass sich das Gebäude farblich ins Stadtbild einfügt.

„Wir begrüßen die geplante Aufwertung der Gestaltung des Gebäudes“, erklärte Tilo Wirtz, Baupolitiker der Linken, „aber das Hochhaus als Solitär im Stadtbild sollte nicht noch höher gebaut werden, als es im Bestand ist.“ Wirtz erinnerte daran, dass derartige Pläne auch der Zustimmung des Stadtrates in einem Planverfahren bedürften. „Einer verwaltungsseitigen einfachen Genehmigung dieser das Stadtbild verändernden Erhöhung des Hochhauses erteilen wir eine Absage.“

Die Bürgerinitiative Stadtbild Dresden fordert weiter einen Abriss des Gebäudes. Dieser biete die Chance zur Reparatur des Stadtraums, heißt es in einer aktuellen Erklärung. Wirtz hat auf diese Forderung eine klare Antwort: „Der Besitzer sieht einen Abriss nicht vor, dieser kann auch politisch nicht verfügt werden. Damit erübrigen sich Diskussionen über grundsätzliche baulich-gestalterische Alternativen zum gegebenen Bauwerk.“ Kulke weist darauf hin, dass alles noch viel schlimmer gekommen wäre, wenn der DDR das Geld nicht ausgegangen wäre: „Eigentlich sollte ein Ring von zwölf Hochhäusern um die Innere Altstadt und die Innere Neustadt gelegt werden.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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