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Lokales Fußballstadien auf Postkarten: Sammler aus Deutschland treffen sich in Dresden
Dresden Lokales Fußballstadien auf Postkarten: Sammler aus Deutschland treffen sich in Dresden
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18:50 09.09.2015
25 Mitglieder der „Deutschen Stadionansichtskarten Sammlervereinigung 1992“ (DSS) trafen sich am Sonnabend in Dresden. Quelle: Dominik Brüggemann

Mit prüfenden Blicken kontrollierten die Sammler unbekannte Postkarten, die zu Tausenden auf den Tischen ausgestellt waren.

„Manche sammeln nur deutsche Stadien. Andere sind von England und Spanien fasziniert“, erklärt der Dresdner Mitorganisator Jörg Bartko die Schwerpunkte einzelner Kartenliebhaber. Für ihn bietet auch der Austragungsort des 20. Treffens etwas besonders. „Es existieren in Deutschland nicht mehr viele Stadien wie diese“, erklärt er den baufälligen Zustand des Steyer-Stadions. Hier könne man noch erahnen wie vor 40 Jahren die Fans die Spiele verfolgt haben.

„Heute werden meist nur Einheitsstadion mit viel Beton gebaut“, wirft Sammler Burkhard Schulz ein. „Da leidet die Akustik der Fangesänge,“ ist er überzeugt und führt als Beispiel den Neubau des Tivoli in Aachen an. Bei der Glücksgasarena sei das nicht der Fall, meldet Dynamo-Fan Bartko Zweifel an. Hier sei der Neubau dringend nötig gewesen und mit der Stehtribüne auf einer Seite gut gelungen.

Als besondere Spielstätten heben die beiden Orte im Ausland hervor. „Das alte Wembley-Stadion hatte einen besonderen Charakter“, so Bartko. Hinzu komme auch das inzwischen größte Stadion Europas, das Camp Nou in Barcelona. Einen anderen Favoriten nennt Schulz. „Für mich hat das Anfield einen besonderen Reiz“, berichtet er vom Liverpooler Stadion, in dem schon Dynamo Dresden 1976 im Uefa-Pokal spielte. Damit dürfte er mit seinem Sammlerkollegen aus Dresden einer Meinung sein. Eine Ansichtskarte haben sie jedenfalls beide.

Auch für die anstehende EM 2012 in Polen und der Ukraine sind die Ansichtskartensammler gut gewappnet. Jeden Spielort samt Arena stellen sie in ihrer Mitgliederzeitschrift „Das Stadion“ vor. „Einige reisen auch nach Polen und schauen sich die Spiele an“, berichtet Bartko von sogenannten „Groundhoppern“ deren Ziel es ist, möglichst viele Stadien zu besuchen. Die EM im Nachbarland ist hierfür der ideale Anlass und neue Postkarten bringen die Sammler garantiert auch mit.

Dominik Brüggemann

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