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Fürsorge für 160 (Kurzzeit-)Mitbewohner

Dresdner Tierheim Fürsorge für 160 (Kurzzeit-)Mitbewohner

Das städtische Tierheim beherbergt zur Zeit 35 Hunde, 73 Katzen und ca. 50 sonstige Tiere. Manche sind nur ein paar Tage da, andere jahrelang. Im Schnitt bleibt ein Tier drei Wochen. Hört sich nicht nach sonderlich viel an, aber den Schnitt niedrig halten Hundewelpen, Katzenjunge, Rassehunde und Rassekatzen.

Auch im Sommer ist das Dresdner Tierheim gut gefüllt

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Das städtische Tierheim beherbergt zur Zeit 35 Hunde, 73 Katzen und ca. 50 sonstige Tiere. Manche sind nur ein paar Tage da, andere jahrelang. Im Schnitt bleibt ein Tier drei Wochen. Hört sich nicht nach sonderlich viel an, aber den Schnitt niedrig halten Hundewelpen, Katzenjunge, Rassehunde und Rassekatzen. Sie haben einen großen Vorteil bei der Vermittlung gegenüber Mischlingen, alten Tieren und Reptilien.

Vor allem Reptilien würden in letzter Zeit vermehrt abgegeben, sagt Kathrin Meuschke, stellvertretende Leiterin des städtischen Tierheims. „Dies Tiere sind oft ein Leben lang in unserem Heim und finden nur selten und sehr schwer ein neues Zuhause.“ Im allgemeinen jedoch geht die Zahl der Tiere, die abgegeben werden, von Jahr zu Jahr zurück. Gerade anfangs der Ferien kämen viele Leute vorbei, um sich Tiere anzuschauen und dann eventuell nach dem Urlaub ein Tier zu sich zu holen. Ausgesetzt werden nach der Erfahrungen von Kathrin Meuschke Tiere eher im Frühjahr – dann werden viele Jungtiere geboren, die oft nicht gewollt sind. Aber Junge bleiben nicht lange im Heim.

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Das städtische Tierheim beherbergt zur Zeit 35 Hunde, 73 Katzen und ca. 50 sonstige Tiere. Manche sind nur ein paar Tage da, andere jahrelang.

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Fürsorge finden die Tiere im Heim reichlich. Leute die sich einen Hund für einen Spaziergang „ausleihen“, gehen ein und aus. „Was die Gassigänger angeht“ so erzählt Kathrin Meuschke „sind wir sehr gut ausgelastet. Manche kenne ich schon seit Jahren.“ Die anderen Tiere bekommen einmal am Tag einzeln oder in Gruppen Auslauf. Nicht so viel Auslauf brauchen die Schildkröten. Dafür findet in ihrer Abteilung gerade eine Modernisierung statt. Alles wird auf den neuesten Stand gebracht und aussortiert, was nicht mehr gebraucht wird.

Gründe, warum ein Tier ins Tierheim kommt, kennt Kathrin Meuschke viele: der Besitzer des Tieres stirbt und die Angehörigen können es nicht zu sich nehmen oder der Besitzer muss ins Altersheim, ein neues Baby kommt in die Familie und das Tier kommt mit dem neuen Nachwuchs nicht klar, jemand ist oder wird allergisch, der Kauf des Tieres war unüberlegt. Die „exotischsten“ Tiere die das Dresdener Tierheim bis jetzt hatte, waren Wollaffen, die normalerweise im Nordwesten Südamerikas beheimatet sind, und eine 4 Meter lange, weiße Python

Nachdem ein Tier im Heim abgegeben wurde, kommt es als allererstes auf die Quarantänestation. Dort wird untersucht, ob es krank ist oder sich Parasiten in seinem Fell befinden, es wird geimpft und bleibt so lange dort, bis der Wirkstoff der Impfung wirkt. Danach darf das Tier am regulären Ablauf des Tierheims teilnehmen. Wenn das Tier gesund ist kann es aber auch schon nach 7 bis 14 Tagen vermittelt werden. Meuschke betont, dass es sehr wichtig ist, den nachfolgenden Besitzer persönlich kennen zu lernen, um feststellen zu können, ob das Tier und der Mensch zusammenpassen oder sie aber lieber zu einem anderen Tier raten.

Bei vielen Tierheimen kann man eine Patenschaft für ein Tier übernehmen, beim Dresdner Tierheim nicht, genauso wie Praktika zur Zeit ebenfalls nicht möglich sind. Allerdings kann man als ehrenamtlicher Helfer am Wochenende das Tierheim unterstützen. Das Mindestalter dafür beträgt 18 Jahre. Das Tierheim selbst hat insgesamt neun Mitarbeiter, den Leiter, eine Sachbearbeiterin und sieben Tierpfleger. Es hat ein Jahresbudget von 540 000 Euro.

Dazu kommen Spenden – Geld wie auch materielle Sachen sind möglich. Besonders freue sich das Heim aber über materielle Spenden, sagt Kathrin Meuschke. Dies können sowohl diverse Gerätschaften, Tierspielzeug wie auch Futter sein.

Kontaktmöglichkeiten, wenn man ein Tier abgeben oder abholen oder für das Tierheim spenden möchte, stehen im Internet unter www.dresden.de/tierheim. Dort finden Interessenten zudem eine Auflistung der Tiere, die zurzeit im Tierheim leben – mit Bild und kurzer Beschreibung. Die Besucheranschrift des Heims ist Zum Tierheim 10 in Stetzsch. Die Öffnungszeiten sind Mo und Mi 13 bis 15 Uhr, Di und Do 13 bis 18 Uhr und Freitag 9 bis 11.30 Uhr. Telefonisch zu erreichen ist das Tierheim unter (0351) 4520352.

Von Elenia Menzel

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