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Lokales Für Weltoffenheit und Toleranz: Tausende Menschen demonstrieren für ein buntes Dresden
Dresden Lokales Für Weltoffenheit und Toleranz: Tausende Menschen demonstrieren für ein buntes Dresden
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17:30 09.09.2015
Die Demo "Dresden für alle" am 15.12.2014 in Dresden. Quelle: dpa

„Ich bin schon den zweiten Montag in Folge hier dabei. Mir ist es einfach wichtig, ein Zeichen für Toleranz und gegen Pegida zu setzen“, so Demonstrant Volker auf dem Theaterplatz. „Wir dürfen diesen Rassisten nicht unsere Stadt überlassen. Schon jetzt hat das Image von Dresden wieder enorm gelitten“, stimmt seine Begleiterin Ilona zu.

In ihren Redebeiträgen bedankten sich Sebastian Vogel vom Ausländerrat und die Gemeindepfarrerin Gisela Merkel-Manzer aus Löbtau für die Bereitschaft der Menschen, für ein buntes Dresden einzustehen. „Ich habe fünf Finger an meiner Hand, alle sind verschieben und das ist gut so. ich brauche sie alle, um meine Hand benutzen zu können. Genau so ist das mit der Gesellschaft. Wir brauchen die Vielfalt für eine funktionierend und offene Gesellschaft“, betonte Vogel in seiner Rede. Pfarrerin Merkel-Manzer sprach sich dafür aus, das die Würde aller Menschen unantastbar sein müsse, egal welcher Hautfarbe. In Dresden müsse sich jeder willkommen und gewollt fühlen.

Ebenfalls auf dem Theaterplatz fand eine Zwischenkundgebung der Demo von „Dresden Nazifrei“ statt. Das Bündnis zog mit bis zu 5000 Teilnehmern vom Bahnhof Neustadt zum Theaterplatz und anschließend weiter zum Rathaus, um dort in Hör- und Sichtweite gegen Pegida zu demonstrieren. Anschließend kehrten die Demo-Teilnehmer zum Theaterplatz zurück.

Quelle: DNNOnline
Zu den Redner gehörte auch Linken-Chefin Katja Kipping. „Die Ziele der Pegida sind verlogen und feige, für Rassismus haben wir hier keinen Platz, so Kipping. „Die Pegida-Macher betonen immer, sie sorgen sich um unsere Kinder. Doch wer würde sein Kind schon dem Kriminellen Lutz Bachmann anvertrauen?“, so Kipping.

Die Linken-Chefin betonte, dass die Flüchtlinge vor Kriegen und Gewalt aus ihrer Heimat fliehen und ihnen daher keine Ablehnung und Hass entgegen schlagen sollte. „Es ist unmenschlich, wenn man den Flüchtlingen Hilfe verweigert. Die Pegida-Macher sollten sich lieber mit Rüstungskonzernen anlegen, denn genau die Waffenexporte lassen die Flüchtlinge erst fliehen."

In der Dresdner Kreuzkirche hatte zuvor ein ökumenisches Friedensgebet stattgefunden. Vor der komplett gefüllten Kirche erinnerte Elisabeth Naendorf von der Ökumenischen Informationszentrum Dresden an Nächstenliebe und die Bedeutung des Friedens. An der Kirchenwand hing ein Banner mit der Aufschrift "Für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe - BUNT unterwegs". "Im Anschluss sind alle zur Kundgebung auf den Theaterplatz eingeladen", so Elisabeth Naendorf.

Im Vergleich zur Vorwoche sank die Teilnehmerzahl jedoch. Am 8. Dezember hatten sich noch mehr als 9000 Dresdner am Sternlauf beteiligt, dieses Mal kamen deutlich weniger auf die Straße, während die parallel stattfindende Pegida-Demo weiteren Zulauf erhielt.

DNN-Online

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