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Fünf Jahre Professorennacht im Kraftwerk Mitte in Dresden

Jubiläum Fünf Jahre Professorennacht im Kraftwerk Mitte in Dresden

„DJ Dreikantfeile“, wie ihn seine Maschinenbaustudenten nennen, will am Donnerstag wieder das Partypublikum im Kraftwerk Mitte zum Tanzen bringen. Bereits zum dritten Mal tauscht der Professor für Konstruktionstechnik und Dekan der Fakultät Maschinenwesen, Ralph Stelzer, im Rahmen der Professorennacht den Hörsaal gegen das DJ-Pult.

Professor Ralph Stelzer alias „DJ Dreikantfeile“ an den Turntables im Kraftwerk Mitte.
 

Quelle: SMC Marcel Schlenkrich

Dresden.  „DJ Dreikantfeile“, wie ihn seine Maschinenbaustudenten nennen, will am Donnerstag wieder das Partypublikum im Kraftwerk Mitte zum Tanzen bringen. Bereits zum dritten Mal tauscht der Professor für Konstruktionstechnik und Dekan der Fakultät Maschinenwesen, Ralph Stelzer, im Rahmen der Professorennacht den Hörsaal gegen das DJ-Pult. Und das mit einem Gefühl für gute Beats: Bei der Premiere im Jahr 2014 erhielt er den meisten Applaus der Partygäste und durfte den goldenen Notenschlüssel mit nach Hause nehmen.

Aufregung vor dem Auftritt als DJ? Fehlanzeige. „In meinen Vorlesungen spreche ich vor über 1000 Studenten im Audimax“, erklärt Stelzer. Er sei es gewohnt, wenn viele Augen auf ihn gerichtet sind. Nach seinem Sieg bei dem DJ-Wettstreit überraschten ihn seine Studenten am Morgen danach mit selbstgemalten Plakaten, die sie in seiner Vorlesung hochhielten. Die zweite Auflage der Professorennacht 2015 durfte er als Vorjahressieger eröffnen. Ein weiteres Mal sprang er kurzfristig für einen erkrankten Kollegen ein.

Die Professorennacht wurde 2007 in Tübingen von Studenten entwickelt und findet seitdem in verschiedenen Städten statt. Sie soll außerhalb der Hörsäle und Seminarräume eine emotionale Verbindung zwischen Lehrenden und Studenten schaffen.

 Mit Techno und Rammstein will der Professor für Stimmung sorgen

Auch Donnerstagnacht will der Maschinenbau-Professor wieder mit Technomusik und Rammstein die Stimmung anheizen. Gerne würde der Technofan das Szenefestival „Tomorrowland“ in Belgien besuchen. „Aber bin ich dafür nicht etwas zu alt?“, zweifelt der 64-Jährige. Momentan hört er seine elektronischen Beats auf ­­der Autobahn. Privat setzt er sich auch gerne ans heimische Klavier oder geht klassisch tanzen.

Seinem Auftritt bei der Professorennacht im Kraftwerk blickt er ganz entspannt entgegen. „Uns wird ein professioneller DJ zur Seite gestellt und ein Techniker kümmert sich um die Lichteffekte“, erklärt Stelzer. Auch Playlist und Outfit stehen schon – ein strapazierfähiges T-Shirt wird es sein. Zusammen mit drei weiteren Kollegen bildet er das „Team Maschinenbau“, das gegen Teams der Wirtschaftswissenschaften und der Medizinischen Fakultät antreten wird. Im Anschluss wird die Lautstärke des Applauses gemessen und der Sieger darf den goldenen Notenschlüssel mit nach Hause nehmen.

„Warum beginnen die Partys heute erst so spät?“

„In meiner Jugend haben wir Joachim Witt in der Disko gehört“, erzählt der Professor. Und noch einen Unterschied gibt es: „Zu der Uhrzeit, wo die Partys heute beginnen, haben wir früher auf den Fahrplan für den Heimweg geschaut“, sagt Stelzer und fragt sich nach dem Grund. Auch seine Studenten konnten ihm das Phänomen nicht erklären. Los geht es Donnerstag um 22 Uhr. Der 64-Jährige hofft, seinen Auftritt nicht allzu spät hinlegen zu müssen. Ausschlafen, wie für die Partygäste, ist für ihn nicht drin – am Freitagmorgen fliegt er nach Aachen.

Die fünfte Professorennacht findet Donnerstag im Kraftwerk Mitte statt. Einlass ist um 22 Uhr. Tickets kosten an der Abendkasse acht Euro.

Von Tomke Giedigkeit

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