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Dresden Lokales Fünf Dresdner gewinnen kostenlose Startplätze für großen US-Marathon
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11:36 12.10.2018
Die Hobby-Marathonläufer Thomas Wagner, Mandy Schinke, Stefan Grumpelt, Marika Brückner und Rico Gärtner (v.l.) freuen sich schon riesig auf ihren Reise. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Was ein Drewag-Sachbearbeiter, eine Bankkauffrau, ein Mikrotechnologe, eine Produktmanagerin und ein IT-Dienstleister gemeinsam haben? Zum einen verbindet Thomas Wagner, Mandy Schinke, Stefan Grumpelt, Rico Gärtner und Marika Brückner die Leidenschaft fürs Laufen. Und zum anderen steht den fünf Hobbysportlern aus Dresden eine abenteuerliche Reise bevor: Sie nehmen an einem Marathon-Austauschprogramm mit Dresdens Partnerstadt Columbus im US-Bundesstaat Ohio teil – und dürfen am 21. Oktober kostenfrei beim „Nationswide Children’s Hospital Marathon“ mitlaufen.

„Durch Zufall habe ich auf Facebook von dem Freistart-Angebot der Stadt Dresden erfahren“, verrät Marika Brückner. „Ich dachte mir, eine Amerikareise, das wär’s doch.“ Kurzerhand füllte die ambitionierte Läuferin die Bewerbungsformulare aus – und ergatterte einen Startplatz beim Marathon. Und damit nicht genug: Die fünf Gewinner haben sogar Zugang zum VIP-Zelt am Streckenrand.

Die sportbegeisterten Dresdner wohnen vom 18. bis 23. Oktober bei Gastfamilien, die gemeinsam mit dem Städtepartnerschaftsverein ein Programm mit Empfang und Stadtführung organisieren. Im Gegensatz zum Aufenthalt im Hotel können die fünf Freizeitsportler so Land und Leute kennenlernen.

Am 21. Oktober wird es dann ernst. Angst haben die Sportler nicht vor dem Charity-Marathon, bei dem rund 20 000 Personen mitlaufen. „Aber ein bisschen Respekt zu haben, das ist ganz normal“, meint Grumpelt. Der 38-Jährige wird zwar auch die Zeit im Blick haben, „doch die Welt dreht sich selbst nach einer schlechten Laufleistung weiter. Am Ende geht es vielmehr um den Marathon als Ereignis.“ Die Laufenthusiasten können es daher kaum erwarten, endlich die begehrten Finisher-Medaillen in den Händen zu halten.

Thomas Wagner und Rico Gärtner sind schon beim Rennsteig und beim Marathon in Hamburg an den Start gegangen, somit sind sie die erfahrensten Läufer in der Gruppe. Ein Rennen fernab der deutschen Landesgrenzen, das ist allerdings für alle ein besonderes Highlight. „Die USA sind einfach eine völlig andere Welt. Alles ist viel größer. So eine günstige Gelegenheit, nach Amerika zu reisen und dort an einem Marathon teilzunehmen, wird es so schnell nicht wieder geben“, ist sich Grumpelt bewusst.

Seit 1992 pflegen Dresden und Columbus eine Städtepartnerschaft. Seit nunmehr 20 Jahren gibt es regelmäßig einen Künstleraustausch, jährlich stellen Künstler aus beiden Städten gemeinsam ihre Werke aus. Im Jahr 2012 wurde die Liste der Partnerschaftsprojekte um den Marathon-Austausch erweitert. Seitdem reisen jedes Jahr im Herbst mehrere Läufer aus Dresden nach Columbus – und umgekehrt. Die amerikanischen Teilnehmer starten am 21. Oktober beim Piepenbrock Dresden-Marathon. „Die Idee ist genial, das Austauschprogramm hätte eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient“, findet Wagner. „Das Anmeldeformular war zwar sehr komplex, aber daran erkennen die Organisatoren eben, ob du wirklich teilnehmen möchtest.“

Das Laufquintett hatte bei zwei Stammtischen bereits die Möglichkeit, sich näher kennenzulernen. Im Schnitt laufen die Mitglieder der Austauschgruppe ein- bis zweimal in der Woche. Insgesamt legen sie dabei rund 45 Kilometer zurück. „Beim Marathon ist es so: Auf den ersten 30 Kilometern läuft man gegen die Zeit, danach gegen sich selbst“, meint Grumpelt. Am liebsten läuft er im Zschonergrund, Marika Brückner hingegen dreht ihre Runden lieber im Großen Garten, und Thomas Wagner trainiert seine Ausdauer in der Dresdner Heide.

„Mir hilft das Laufen, um den Kopf frei zu bekommen und Stress abzubauen. Gleichzeitig kommen mir aber auch immer die besten Ideen, wenn ich gerade laufe“, sagt Brückner. Wagner ergänzt: „Zum Rennen braucht man nichts, man kann es überall machen. Und es ist einfach die schönste Art, sich eine fremde Stadt zu erschließen.“

Von Junes Semmoudi

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