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Frühling ist in Dresden auf dem Sprung

Blumenausstellung im Palais Großer Garten Frühling ist in Dresden auf dem Sprung

Der Frühling ist aufgrund der Witterung in und um Dresden nicht nur in den Startlöchern, sondern schon auf dem Sprung. In der freien Natur wurden sogar schon Krokusse gesichtet. Auch in den Gewächshäusern geht alles schneller und blüht früher. Doch was bedeutet das für den „Dresdner Frühling im Palais“ – eine der größten und schönsten Frühlingsblumenschauen Deutschlands?

Krokusse wachsen am 11. Januar in Dresden auf einer Wiese.

Quelle: Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Dresden. Der Frühling ist in und um Dresden nicht nur in den Startlöchern, sondern – bildlich gesprochen – schon auf dem Sprung. Denn abgesehen von Schneeglöckchen, von denen die ersten schon vor zwei Wochen aus dem Boden lugten, blühen in klimatisch günstigen Lagen in der freien Natur mittlerweile auch die ersten Winterlinge und sogar Krokusse.

Floristmeisterin Rebekka Stahling  aus der Gärtnerei Rülcker in Dresden-Strehlen macht mit einem Korb voller Frühlingsblüher schon mal Lust a

Floristmeisterin Rebekka Stahling aus der Gärtnerei Rülcker in Dresden-Strehlen macht mit einem Korb voller Frühlingsblüher schon mal Lust auf den „Dresdner Frühling im Palais“, der ab 2. März 2018 im Großen Garten stattfindet.

Quelle: Dietrich Flechtner

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für den „Dresdner Frühling im Palais“ – eine der bedeutendsten Frühlingsblumenschauen Deutschlands – auf Hochtouren. Denn die beliebte Blumenschau, die aufgrund des immensen Aufwandes nur alle zwei Jahre stattfindet, startet in vier Wochen. Dass der Winter bislang ziemlich warm war, hält in den Gärtnereien die Heizkosten im Rahmen, lässt aber auch die Pflanzen in den Gewächshäusern besonders gut sprießen. „Es geht schneller und sie blühen früher“, so Wolfgang Friebel.

Der einstige Pillnitzer Gartenmeister, der jetzt im Ruhestand ist, hat den Hut für Pflanzenbeschaffung und Koordination der Blumenschau auf. Dass dann in vier Wochen schon alle Blumen verblüht sind und nichts für die Ausstellung bleibt – die Befürchtung haben er und die etwa 40 an der Ausstellung beteiligten sächsischen Gärtnereien allerdings nicht.

Pflanzen auf den Punkt zum Blühen bringen ist eine große Kunst

Die Pflanzen würden gestaffelt in mehreren Sätzen getrieben, damit über einen längeren Zeitraum Frühlingsblüher angeboten werden können, erklären die Gärtner bei Rülckers in Dresden-Strehlen. Von dort kommt Goldlack in verschiedenen Farben. „Trotzdem ist es immer eine große Kunst, die Pflanzen so vorzutreiben, dass sie auf den Punkt aufblühen und auch die Ausstellungszeit durchhalten“, betont Friebel.

Wolfgang Friebel (l) und Tobias Muschalek begutachten in der Gärtnerei Rülcker in Dresden-Strehlen inmitten von Primeln Goldlack-Pflanzen, die

Wolfgang Friebel (l.) und Tobias Muschalek begutachten in der Gärtnerei Rülcker in Dresden-Strehlen inmitten von Primeln Goldlack-Pflanzen, die Strehlener Gärtnerei für die Blumenschau „Frühling im Palais“ liefert.

Quelle: Dietrich Flechtner

Besonders schwierig sei das bei Zwiebelblühern wie Tulpen. Schließlich soll die Blumenschau im Palais vom ersten bis zum letzten Tag attraktiv ausschauen. „Wir versuchen die Temperatur im Palais durch dosiertes Lüften zu regulieren, damit es nicht zu warm wird“, so Friebel. Ein Austausch einzelner Pflanzen sei aufgrund des Aufwandes, aber auch aus finanziellen Gründen nicht möglich.

Über 39 000 Besucher bei der Blumenschau 2016

Auf 200 000 Euro beziffert Tobias Muschalek vom Veranstalter Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen mbH die Kosten für die Ausstellung im Großen Garten, deren Durchführung vom Schlösserland Sachsen und natürlich von vielen Floristen und anderen Helfern unterstützt wird. „Wir hoffen, dass wir am Ende die Kosten wieder reinbekommen und dass vielleicht sogar ein bisschen Geld übrig bleibt“, so Muschalek. Das werde dann in die Vorbereitung der nächsten Ausstellung und in Projekte gesteckt, die der Gartenbaubranche zugute kommen.

Wie viele Menschen insgesamt an der Organisation der Schau beteiligt sind, können Friebel und Muschalek gar nicht genau beziffern. „Allein 25 Gärtner sind vom 26. Februar an im Palais im Großen Garten mit aufbauen und pflanzen der rund 40 000 Zwiebelblüher, Stauden und Gehölze beschäftigt. Hinzu kommen etwa 15 Floristen, vier Leute vom Kreativ- und Bauteam sowie zwölf Helfer, die Einlass und Kasse bewältigen.“ Letztere brauchen besonders starke Nerven. Denn die Blumenschau ist beliebt. Über 39 000 Besucher wurden bei der vergangenen gezählt.“

Zahlen & Fakten

Was? „Dresdner Frühling im Palais“ – große Frühlingsblumenschau

Wo? Palais im Großen Garten Dresden; Eingang auf der Seite des Palaisteiches

Wann? 2. bis 11. März 2018, Öffnungszeiten: täglich 9 bis 20 Uhr, letzter Einlass 19 Uhr

Eintrittspreise? 10 Euro, erm. 6 Euro (ohne Vorverkaufsgebühr); im Vorverkauf 6,60-11 Euro; Vorverkauf über dresdner-frühling-im-palais.de, an den Konzertkassen im Florentinum Ferdinandstr., in der SchillerGalerie am Schillerplatz, und in ausgewählten Gärtnereien

Thema? „Blüten. Lieder. Frühlingsglück.“

Von Catrin Steinbach

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