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Lokales Früherer Regierungspräsident in Dresden Helmut Weidelener ist gestorben
Dresden Lokales Früherer Regierungspräsident in Dresden Helmut Weidelener ist gestorben
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17:30 18.05.2017
Helmut Weidelener. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Manchmal kam es für Helmut Weidelener schon zu Begegnungen der besonderen Art. Als er 1994 in eine kleine Gemeinde bei Bautzen reiste, empfing ihn ein Investor voller Stolz und präsentierte ein Straßenschild mit dem Namen „Dr.-Helmut-Weidelener-Allee“.

Der damalige Präsident des Regierungspräsidiums Dresden, 1937 in Biberach geboren und 1964 als Jurist promoviert, war 1991 aus Bayreuth nach Sachsen gekommen und konnte hier in der Nachwendezeit viele Dinge machen, wie er einmal sagte, die in Bayern, wo er stellvertretender Regierungspräsident war, nicht möglich gewesen wären.

Hier erfolgten gewaltige Investitionen in die Infrastruktur – Straßen, Gewerbegebiete, Abwasseranlagen. Immer hatte das Regierungspräsdium als Behörde die Hände mit im Spiel. An Glorifizierung auf Straßenschildern lag Weidelener nicht. Aber ein bisschen mehr Wertschätzung hätte er sich schon gewünscht, als er Anfang 2001 überraschend in den Ruhestand geschickt wurde. Dem Innenminister bot sich damals wohl die Gelegenheit für ein ganzes Bündel an Personalentscheidungen. Weideleners eigene Bilanz fiel trotzdem positiv aus, auch wenn vielleicht manche Entwicklung im Laufe der Jahre in anderem Licht erschien und manches Bauprojekt zu groß.

Der bayrische Gemütsmensch konnte sich mit Hingabe den Rosen im Garten des Pappritzer Hauses widmen, wo er mit seiner Frau die Sonnenuntergänge auf der Terrasse genoss. Er war wieder als Anwalt tätig, unter anderem mit Prüfungen der Flutereignisse 2002 in Pillnitz befasst und zeitweise Präsident des Deutschen-Roten-Kreuzes in Sachsen. Seit 2001 war er Vorstand der Bürgerstiftung Dresden, seit 2007 Stiftungsratsvorsitzender. Ende 2016 legte er dieses Amt nieder. Am 15. Mai ist Helmut Weidelener im Alter von 79 Jahren gestorben.

Von Ingolf Pleil

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