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Lokales Früherer „Goldener Löwe“ in Dresden-Pillnitz wird zum Wohnungskomplex umgebaut
Dresden Lokales Früherer „Goldener Löwe“ in Dresden-Pillnitz wird zum Wohnungskomplex umgebaut
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08:55 09.05.2017
   Quelle: Peter Weckbrodt

 Nach fast 25 Jahren des Leerstandes und des Verfalls tut sich am ehemaligen Pillnitzer Gasthof „Goldener Löwe“ wieder etwas: Krane drehen sich, Handwerker erneuern das Dach, Arbeiter bauen das Gebäude um. Dabei sind nicht alle Veränderungen von der Dampfschiffstraße oder der Lohmener Straße her einsehbar. Die wegen ihres bescheidenen Formats kaum wahrnehmbare Bautafel verrät, dass in den leer stehenden Haupt- und Nebengebäuden insgesamt 22 Wohneinheiten entstehen sollen.

Tatsächlich hat das Rathaus im Mai 2016 die Baugenehmigung für eine Nutzungsänderung vom Gastgewerbe zum Wohnen erteilt. Das heißt kurz und bündig gesagt, der „Goldene Löwe“ wird nicht wieder aus seinem Dornröschenschlaf als Gasthof erlöst. Seine Zeit als älteste Schänke in Pillnitz ist unwiderruflich zu Ende.

Das bestätigte der Geschäftsführer der Elbtal Immobilien GmbH, Sven Pönitz, auf DNN-Anfrage. „Wir haben den Goldenen Löwen gekauft und schaffen jetzt Eigentumswohnraum. Wir haben große Erfahrungen bei der denkmalgerechten Sanierung“, betonte er. „Im Frühjahr 2018 könnten wir die Wohnungen übergeben. Wir setzen eine eigene Hausverwaltung ein, kümmern uns auch um die Mietverträge für unsere Kapitalanleger.“

Die Bauausführung liegt laut Pönitz in den Händen der Elbtal-Tochtergesellschaft „Goldener Löwe Immobilien GmbH & Co. KG“. Die hat wiederum regional ansässige Unternehmen mit den Teilarbeiten beauftragt. Das Gesamtkonzept der „Elbtal Immobilien“ sieht vor, im ehemaligen Gasthof Drei-, Vier- und Fünf-Raum-Wohnungen einzubauen. Die Wohnungen sollen jeweils mit einem Balkon oder einem Garten ausgestattet sein. „Die denkmalgerechte Sanierung ermöglichte es uns, steuerliche Vorteile an die Käufer weiter zu geben“, erklärte Pönitz.

Der erste Gasthof an dieser Stelle entstand laut dem Portal dresdner-stadtteile.de von Lars Herrmann im 16. Jahrhundert. Ab 1824 habe sich der Name „Goldener Löwe“ durchgesetzt. Seit 1993 ist das Lokal geschlossen. Noch vor zwei Jahren gab es Hoffnungen auf eine glanzvolle Wiederauferstehung als „Exklusives Gasthaus und Hotel am Schloss Pillnitz“. Noch heute sind diese durch das Büro „Seidel + Architekten“ entwickelten Vorstellungen im Netz zu finden. Doch die Pirnaer kamen seinerzeit mit ihrer Vision nicht zum Zuge.

Von Peter Weckbrodt

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