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17:41 01.01.2017
Laut und bunt haben die Dresdner das Jahr 2017 eingeläutet.   Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Da war’s auch schon vorbei: Die Dresdner haben sich laut und bunt vom Jahr 2016 verabschiedet. Trotz klirrender Kälte kamen unzählige Menschen in der Silvesternacht an die Elbwiesen und Brücken, um dort das Feuerwerk zu bestaunen. Dresdens größte Silvesterparty fand unter freiem Himmel auf dem Theaterplatz statt. Höhepunkt der Party war das große Feuerwerk um Mitternacht, inszeniert vom Pyro-Games-Sieger Mathias Kürbs. Insgesamt kamen 10.000 Menschen, um gemeinsam den Jahreswechsel in der Silvesterstadt friedlich zu feiern. Das sind rund ein Drittel weniger Gäste als vermutet.

Unzählige Dresdner haben am Elbufer und am Theater den Jahreswechsel gefeiert

Bereits vor 0 Uhr wurden im Dresdner Stadtgebiet Raketen gezündet und Böller geworfen. Polizei und Rettungsdienste waren in der Silvesternacht, wie in jedem Jahr, im Dauereinsatz.

Warum trotz trockenen Wetters ein Drittel der erwarteten Gäste wegblieben, kann nur vermutet werden. Dass die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ihre Rolle gespielt haben, scheint allerdings naheliegend. Stadt und Polizei hatten vor der Silvestersause Nizzasperren in der Altstadt aufstellen lassen, dazu schickte die Polizeidirektion Dresden 146 zusätzliche Beamte auf die Straßen.

Und die hatten allerhand zu tun, auch wenn die Polizeidirektion von „normalem Silvestergeschehen“ und einem „ruhigen Einsatzverlauf“ spricht. Bis 4 Uhr am Morgen wurden 22 Vandalismusschäden durch Böller etwa an Briefkästen angezeigt, dazu gab es 20 Schlägereien und musste die Polizei vier hilflosen Personen helfen. Es wurden insgesamt 74 Straftaten angezeigt. Die Rettungsdienste mussten insgesamt rund 200 Mal ausrücken, 37 Mal wurde die Feuerwehr alarmiert. 18 Mal galt es, Kleinbrände zu löschen, zwei Mal waren es Mittelbrände und sechs Mal mussten die Kameraden technische Hilfe leisten. Elf Mal rückten sie wegen eines Fehlalarmes aus.Nur zwei Beispiele mögen illustrieren, was diese Statistik für die Einsatzkräfte konkret bedeutet. So gehört zum Beispiel ein fieser Böllerwurf in den Schlitz eines angekippten Badfensters an der Siebekingstraße zu den 74 Straftaten. Der Blitzknaller fiel in die Toilettenschüssel, explodierte dort und brachte das Porzellan zum Bersten. Ein 27-Jähriger wurde durch die Keramiksplitter leicht verletzt.

An der Herzbergstraße kam es gegen 20 Uhr in der Silvesternacht vermutlich durch eine irregeleitete Rakete zu einem Balkonbrand in der neunten Etage eines Hochhauses. Personen wurden nicht verletzt, aber das Gebäude nahm Schaden in ungenannter Höhe, die Balkonmöbel im Wert von 500 Euro sind futsch.

Von Juliane Weigt und Uwe Hofmann

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