Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Friedensmarsch für Aleppo erreicht Dresden
Dresden Lokales Friedensmarsch für Aleppo erreicht Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:15 05.01.2017
Mit rund 70 Teilnehmern hat der „Friedensmarsch für Aleppo“ am Donnerstag Dresden erreicht. Quelle: sl
Dresden

Mit rund 70 Teilnehmern hat der „Friedensmarsch für Aleppo“ am Donnerstag Dresden erreicht. Am Nachmittag kamen die Läufer in ihrem Quartier in Pieschen an, um dann am Abend sich und die Idee dahinter auf dem Neumarkt zu präsentieren. Dort begrüßten bei Temperaturen von deutlich unter Null Grad rund 100 Menschen die Initiative. Zudem spielte die „Banda Internationale“ auf.  Am Samstagvormittag starten die Aktivisten auf die nächste Etappe, die ab 11 Uhr vom Altmarkt nach Heidenau führen wird.

Vor fünf Wochen ist die Idee entstanden, berichtet Anna Alboth, eine der Initiatorinnen. Seit elf Tagen sind die Teilnehmer jetzt unterwegs. Beim Start in Berlin waren es mehrere Hundert, aktuell sind es meist um die 50 Menschen, die sich jeden Tag auf den Weg machen, sagt ihr Mann Thomas Alboth. Rund 20 bis 25 Kilometer sind pro Tag vorgesehen. Gelaufen wird über Tschechien, Österreich und den Balkan und die Türkei bis nach Syrien, die umgekehrte Flüchtlingsroute. Der Weg ist weit. Allein bis zur türkischen Grenze sind mehr als vier Monate vorgesehen.

Mit rund 70 Teilnehmern hat der „Friedensmarsch für Aleppo“ am Donnerstag Dresden erreicht. Am Nachmittag kamen die Läufer in ihrem Quartier in Pieschen an, um dann am Abend sich und die Idee dahinter auf dem Neumarkt zu präsentieren.

„Im Moment gibt es zehn bis 15 Leute, die vorhaben, die komplette Strecke zu gehen“, sagt Thomas Alboth. Viele andere, darunter auch er und seine Frau, werden wohl immer wieder pausieren, da sich nicht jeder monatelang aus seinem normalen Leben ausklinken kann. Ob sie es am Ende bis nach Syrien schaffen, ist unklar. Dafür könne auch in dem Land selbst bis dahin noch so viel passieren. Die nächsten Wochen seien aber bereits gut vorbereitet. In Tschechien kümmern sich beispielsweise gerade mehrere Helfer darum, dass der Friedenslauf gut über die Bühne geht, freut sich Alboth. Das Schwierigste sei der Start gewesen, alles ohne Erfahrung und Geld zu organisieren. Jetzt, wo man seit zwei Wochen unterwegs sei, werde es eigentlich immer einfacher, lacht er. Am Anfang seien sie sich nicht mal sicher gewesen, dass sie es bis nach Dresden schaffen, sagt seine Frau Anna.

Entscheidend sei aber die Botschaft: Ein Zeichen zu setzen, dass der Krieg in Syrien endlich endet. Das verbindet die Teilnehmer, die aus verschiedenen Ländern kommen. Erkennungszeichen sind weiße Flaggen. Sie hätten auf den ersten elf Etappen viele neue Menschen kennen gelernt, berichtet Anna Alboth. Bürgermeister, Schuldirektoren, die ihnen die Turnhalle zur Übernachtung gaben, Helfer und Flüchtlinge, die ihre Geschichten erzählten, Menschen, die spontan Essen vorbei brachten oder selbst mitliefen, und sei es nur für wenige Meter. Deswegen laufe man auch. „Laufen kann jeder“, sagt sie. Und jeder könne sich anschließen.

Viele hätten gesagt, die Idee sei verrückt. „Verrückt wäre es, nichts zu tun“, sagen die Organisatoren. Inzwischen gebe es Unterstützer in aller Welt und viele Menschen, die inspiriert durch den Lauf nun selbst aktiv werden. „Diese Reaktionen haben uns eine Menge Energie gegeben“, freuen sie sich.

S. Lohse

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Lokales Architekt Kelf Treuner im DNN-Gespräch - Am Lingnerschloss fallen die Gerüste

Die Gerüste an der Südfassade sind gefallen. Jetzt gehen die Bauarbeiten im Inneren des Lingnerschlosses weiter. Bis Jahresende sollen die drei Salons im Obergeschoss fertig sein. Anschließend ist der Festsaal dran. DNN sprachen mit Kelf Treuner, dem für die Sanierung zuständigen Architekten.

05.01.2017

Mehrere Stunden lang haben Waldarbeiter und Lehrlinge von Sachsenforst am 5. Januar den in der Nacht zuvor gefallenen Schnee von den 887 Baumstämmen gesäubert, die in der Dresdner Heide am alten Forstweg Kreuz Sieben zur Versteigerung ausliegen.

05.01.2017
Lokales Die letzten Kisten werden ausgepackt - Volkshochschule Dresden zieht in ihr neues Domizil

Einen Standort im Herzen der Stadt – das hatte sich Jürgen Küfner, Direktor der Volkshochschule Dresden, gewünscht. Am Montag startet die Volkshochschule in der Annenstraße, nur einen Steinwurf vom Postplatz entfernt, ins neue Semester. Bis dahin müssen allerdings noch die restlichen Umzugskisten ausgepackt werden.

05.01.2017