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Lokales „Fridays for Future“: Dresdner Schüler demonstrieren für die Umwelt
Dresden Lokales „Fridays for Future“: Dresdner Schüler demonstrieren für die Umwelt
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16:18 15.03.2019
Etwa 4000 Personen beteiligen sich an der Demo. Quelle: xcitePress
Dresden

Bis an den Bordstein der Straßenkreuzung gedrängt haben sich am Freitagmittag Dresdner Schüler am St. Benno-Gymnasiums versammelt, um zu demonstrieren. Bis zum Nachmittag waren sie auf den Straßen unterwegs. „There is no planet B“ oder „Die Erde hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum“ steht auf den Schildern, die in die Luft gestreckt werden. Im Rahmen von „Fridays for Future“ nehmen die Schüler am weltweiten Klimastreik teil, der von Greta Thunberg initiiert wurde.

2000 Demonstranten auf Dresdner Straßen

Auch ein paar Erwachsene sind angerückt, um die jungen Klimaaktivisten bei ihrem Anliegen zu unterstützen. Nach Schätzungen der Teilnehmer versammelten sich bis zu 2000 Menschen auf dem Vorplatz des St. Benno-Gymnasiums. Um 13 Uhr startetet der Demozug. Nach einer Protestkundgebung machten sie sich mit Rufen wie „Hopp, Hopp, Hopp, Kohle-Stopp“ auf den Weg zur Kreuzkirche in der Innenstadt. Nach Polizeiangaben verliefen die Proteste friedlich. „Wir wollen in einer schönen, sauberen Welt leben“, sagte die 17-jährige Celine, die mit Freunden aus Hoyerswerda angereist war. „Und nicht nur wir, sondern auch noch unsere Enkel.“ Unter den Demonstranten waren auch viele junge Familien, die Plakate etwa am Kinderwagen befestigt hatten.

Jung und Alt sind am Freitagmittag auf die Dresdner Straßen gegangen, um ein Zeichen für die Umwelt zu setzen. Im Rahmen von „Fridays for Future“ nehmen unzählige der Dresdner Schüler am weltweiten Klimastreik teil.

Sächsisches Kultusministerium lobt politisches Handeln, appelliert aber an die Schulpflicht

„Die Schüler haben es geschafft, das Thema auf die öffentliche Agenda zu setzen“, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Sachsen. Die Behörde begrüße es zwar, dass die Schüler politisch denken und handelten. Dennoch appellierte das Ministerium an die Einhaltung der Schulpflicht. „So einfach unentschuldigt fehlen, das geht nicht.“

Die Schulen gehen laut Ministerium unterschiedlich mit den Schülerprotesten um. Mancherorts stellten die Eltern einen Antrag auf Freistellung und „die Schule drücke ein Auge zu“, so der Ministeriumssprecher. Andere Schulen wiederum untersagen eine Teilnahme. So etwa das Gymnasium Luisenstift in Radebeul. „Unsere Schüler werden nicht freigestellt, es gibt eine Schulpflicht“, erklärte Schulleiterin Heike Stolzenhain. Die Jungen und Mädchen könnten nach Schulschluss an den Demonstrationen teilnehmen, hieß es.

Dennoch ließen sich vielerorts in Sachsen die Schüler nicht abhalten, manche kamen auch in Begleitung ihrer Eltern. „Wenn die Kinder für ihre Zukunft kämpfen, müssen wir sie unterstützen“, sagte eine Mutter in Dresden. Andere Schüler kamen mit ihren Lehrern, die dafür Schulausfall nutzten. Ein Plakat mit „Wir schwänzen nicht, wir kämpfen“, hielten Schüler einer achten Klasse einer Dresdner Oberschule in die Luft. „Wir wollen, dass die Umwelt nicht kaputt geht“, sagte die 14 Jahre alte Fiona.

Von mb / dpa

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