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Freunde des guten Essens gründen Ernährungsrat

Neues Netzwerk in Dresden Freunde des guten Essens gründen Ernährungsrat

Nach Berlin, Köln und Frankfurt/Main bekommt jetzt auch Dresden einen Ernährungsrat. Der Rat soll eine Diskussionsplattform bieten und Einfluss auf politische Entscheidungen in der Stadt und in der Region nehmen.

Pfeffersteak mit Kräutern.
 

Quelle: picture alliance

Dresden.  Was hab ich eigentlich auf dem Teller? Wer hat es wie und wo produziert? Immer mehr Menschen legen wieder mehr Augenmerk auf ihr Essen und Wert auf umweltschonend, unter sozial fairen Bedingungen produzierte gesunde Lebensmittel aus der Region. Nicht von ungefähr wächst zum Beispiel das Interesse junger Familien an Kleingärten, sind Gemeinschaftsgärten in den vergangenen Jahren in Dresden wie Pilze aus dem Boden geschossen, gibt es verschiedenste Aktivitäten, damit nicht so viele Lebensmittel in der Tonne landen.

Akteure aus dem Gartennetzwerk, des Vereins Lokale Agenda 21, der Verbrauchergemeinschaft Dresden, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen, von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen wollen eine regionale und nachhaltigere Lebensmittelversorgung in der Stadt und der Region Dresden fördern und deshalb am kommenden Montag in Dresden einen Ernährungsrat gründen.

Er soll Ideen, die es schon gibt, aufnehmen, neue entwickeln, eine Diskussionsplattform bieten, Aktivitäten bündeln und Ernährungsfragen zum Thema in der Kommunalpolitik machen. „Ernährung ist bislang kein Thema in der Stadtpolitik. Es gibt keine Plattform für eine Diskussion über Ernährung, die Städte haben fast keinen Einfluss auf die Lebensmittelversorgung“, bemängelt Julia Leuterer, Geschäftsführerin Lokale Agenda 21 für Dresden e.V. Das soll sich ändern.

Konkret könnte sich ein Ernährungsrat darüber Gedanken machen, wie Essen in der Stadt produziert, regionale Produzenten bekannter gemacht und gefördert, regional produzierte Lebensmittel in Kantinen und Mensen verwendet werden können, erklärt Julia Leuterer. Weitere wichtige Aspekte seien das Thema Bildung in Sachen Ernährung und das Vermitteln von Kompetenzen, wie man Essen zubereitet, ohne dabei viel Abfall zu produzieren. Die konkreten Ziele des Ernährungsrates sollen jedoch auf der Gründungsveranstaltung am 25. September im Plenarsaal des Dresdner Rathauses festgesteckt werden.

Die Idee, mit Hilfe von Ernährungsräten Einfluss auf die lokale Politik und Wirtschaft zu nehmen, entstand schon 1982 in den USA. Seit 2015 findet die Idee nun auch in Deutschland immer weiter Verbreitung. Vorreiter war Berlin. Mittlerweile gibt es dort zwei Plattformen: einen Ernährungsrat und das Forum für gutes Essen, dass sich ausdrücklich auch auf die aus Nordamerika stammende Idee der Ernährungsräte beruft. Des Weiteren gibt es Ernährungsräte in Köln und Frankfurt/Main. In Hamburg, Oldenburg und eben in Dresden sind sie in Gründung. „76 Anmeldungen für die Gründungsveranstaltung sind eingegangen“, so Julia Leuterer. „Darunter sind Kleingärtner, Vertreter von lokalen Produzenten, Cateringunternehmen, viele Privatpersonen, aber auch Vertreter aus der Stadtverwaltung.“

http://ernaehrungsraete.de

http://speiseraeume.de

Von Catrin Steinbach

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