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Lokales Freiwillige räumen Silvestermüll in Pieschen auf
Dresden Lokales Freiwillige räumen Silvestermüll in Pieschen auf
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15:33 02.01.2018
Heike Brauer hat ihre ganz eigene „same procedure as every year“: Kurz nach Neujahr räumt sie den Müll der Feiernden weg. Quelle: Katharina Jakob
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Dresden

Die Silvesternacht mit traditionellen Raketen, Böllern und Sekt ist vorbei – Was bleibt, ist der Müll der Feiernden. Obwohl die Dresdner Stadtreinigung schon seit Montag im Einsatz ist, kann sie nicht alle Stellen erreichen – darunter auch die Elbwiese in Pieschen. Deshalb veranstaltete die Community „Wir lieben Elbe – Sauber ist schöner“ unter der Leitung von Heike Brauer am Dienstagmorgen eine Müllsammelaktion. Zehn freiwillige Anwohner und einige spontane helfende Hände trafen sich, um die Überbleibsel auf dem etwa vier Kilometer langen Wegabschnitt wegzuräumen. „Traurig ist, dass sich niemand dafür verantwortlich fühlt, seine Hinterlassenschaften nach Silvester selber wegzuräumen“, denkt Brauer. „Der Müll löst sich ja nicht in Luft auf. Zuhause staubsaugen viele täglich, aber wenn sie draußen ihren Dreck liegen lassen, ist ihnen das egal.“ In Zusammenarbeit mit dem Ortsamt Pieschen wurden Müllsäcke und Handschuhe an die Helfer verteilt.

Nach der Silvesternacht 2017 sammeln freiwillige Helfer in Pieschen den Müll von der Elbwiese und dem Radweg auf.

Sachbearbeiter Sebastian Klemm vom Ortsamt denkt, dass das Bewusstsein der Menschen für mehr Sauberkeit in der Umwelt erst noch verstärkt werden müsse. „Wir möchten den Willen zur Reinigung fördern und zeigen, dass sauber einfach schöner ist“, erklärte der Unterstützer der Aktion. Einige Anwohner finden es unterdessen schade, wie viel „unnötiger Dreck“ am 31. Dezember produziert wurde. „Es war wieder so viel Plastedeko und Konfetti dabei – das sieht man doch im Dunkeln eh nicht!“, beschwert sich ein Pieschener. „Ich wohne ja hier, also möchte ich auch, dass es schön aussieht“, erklärt er seine Mithilfe beim Aufräumen.

Für die Säuberung der Wiese benötigen die Freiwilligen etwa fünf Stunden. „Viele Leute schmeißen ihren Müll einfach über die Mauer, obwohl das hier ein Landschaftsschutzgebiet ist“, erzählt Brauer. Seit 18 Jahren wohnt sie nun schon in Pieschen und geht täglich mit ihrem Hund an dieser Strecke Gassi. Vor etwa acht Jahren hat sie angefangen, beim spazieren nebenbei Abfall einzusammeln. Gemeinsam mit der Initiative „Pro Pieschen“ habe sie daraufhin beschlossen, „dass man dafür auch die Bevölkerung ins Boot holen könnte“ und einen Aufruf auf Facebook und der Homepage Wir-lieben-elbe.de gestartet. Etwa 25 volle Müllsäcke später wurde der gröbste Silvestermüll beseitigt. „Ich würde mir wünschen, dass die Menschen erst gar nicht so viel Abfall produzieren würden“, sagt Heike Brauer.

Von Katharina Jakob

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