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Freistaat zeigt Münzschatz-Fund

Finanzministerium Freistaat zeigt Münzschatz-Fund

Ab dem 5. Mai ist im Lichthof des Sächsischen Finanzministeriums in Dresden ein sicher inzwischen sorgfältig restaurierter Münzschatz erstmals öffentlich zu sehen.


Quelle: Peter Weckbrodt

dresden. Ab dem 5. Mai ist im Lichthof des Sächsischen Finanzministeriums in Dresden ein sicher inzwischen sorgfältig restaurierter Münzschatz erstmals öffentlich zu sehen. Den Schatz hatte Ende April 2016 ein fränkischer Bergsteiger rein zufällig beim Klettern in einer Felsspalte in der Sächsischen Schweiz gefunden und den Behörden gemeldet. „Auf der hohen Kante – 20 Pfund Silbermünzen aus der Sächsischen Schweiz“ präsentiert einen der größten Münzschatzfunde Sachsens überhaupt.

Da ging schon ein ordentliches Raunen und Rätseln durch die sächsischen Lande, als kurz nach dem Pfingstfest 2016 das Landesamt für Archäologie (LfA) mit der überraschenden Kunde an die Öffentlichkeit ging, dass irgendwo „zwischen „Bad Schandau und Pillnitz“ ein bayrischer Bergsteiger rein zufällig einen beträchtlichen Münzschatz gefunden habe. Die Archäologen, die den Schatz bargen, warnten dann auch bald Hobbyschatzsucher: Weitere Suchaktionen seien aussichtslos. Motiviert waren diese vagen Informationen zum Münzfund durch die durchaus nachvollziehbare Sorge, die im Fundgebiet geschützte Tier- und Pflanzenwelt könne nachhaltig gestört werden.

Dann überraschte das Landesamt allerdings ein weiteres Mal, als es Mitte Juli 2016 das Entdecken weiterer Münzen am intensiver untersuchten Fundort meldete. Damit war die Gesamtgröße des Münzschatzes auf 1494 Stücke angewachsen. Also doch, klagten seinerzeit alle Hobbygoldsucher! Nun ist in den gestern den Medien zugestellten Texten des LfA gar von weiteren, nicht näher erläuterten Funden, die Rede. Anhand der geborgenen ersten rund 1000 Stücke und prägefrischer Münzen vermuteten die Experten zunächst, dass das Geld zwischen 1817 und 1820 versteckt wurde. Die Summe der gefundenen Münzen hat sich derweil auf „weit über 2000 Stücke“ erhöht. Die jüngste Münze datiert von 1819, die älteste aus dem Jahre 1693. Daher wird angenommen, dass das Konvolut nicht sehr viel später als 1819 in die Erde kam.

Sie müssen folglich nach den Napoleonischen Kriegen und dem Wiener Kongress verborgen worden sein. Richtig spektakuläre, also besonders wertvolle Einzelstücke unter allen gefundenen Münzen sind bisher nicht bekannt wurden. Vielleicht gibt die Sonderausstellung hierzu weitergehende Aufschlüsse.

Der Fundort selbst bleibt weiter geheim. Er soll rechtselbisch an einer wenig begangenen Stelle zwischen Bad Schandau und Sebnitz liegen. Wer einst die Münzen weitab von Siedlungen hinterlegt hat, dürfte wohl für alle Zeiten ein Geheimnis bleiben.

Von Peter Weckbrodt

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