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Freiheitsstrafe nach Prügelei am Männertag

Justiz Freiheitsstrafe nach Prügelei am Männertag

„Männertag“, „Vatertag“, „Herrentag“ – es gibt verschiedene Bezeichnungen für den Feiertag des „starken Geschlechts“. Allerdings benehmen sich viele an diesem Tag nicht wie Männer. Häufig hat das dann ein böses Nachspiel. So wie bei Dominic B., der am Montag wegen Körperverletzung vor dem Amtsrichter stand.

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Freiheitsstrafe wegen Körperverletzung für einen 25-Jährigen

Quelle: dpa

Dresden. „Männertag“, „Vatertag“, „Herrentag“ – es gibt verschiedene Bezeichnungen für den Feiertag des „starken Geschlechts“. Allerdings benehmen sich viele an diesem Tag nicht wie Männer und schon gar nicht wie Herren, sondern eher wie kleine Knipse, die im Buddelkasten um den Eimer streiten und sich dann mit Sand bewerfen – eben einfach nur kindisch und dumm. Häufig hat das dann ein böses Nachspiel. So wie bei Dominic B., der gestern wegen Körperverletzung vor dem Amtsrichter stand.

Der 25-Jährige hat einen Job, der ihm Spaß macht und ihm wichtig ist, eine Freundin, eine Wohnung – eigentlich alles ganz normal. Aber der Angeklagte hat ein großes Problem mit Alkohol. Und wenn er getrunken hat, wird er extrem aggressiv und schlägt unvermittelt auf alles und jeden ein. Sein Vorstrafenregister spricht Bände – immer wieder Körperverletzungsdelikte. Auch am 5. Mai vergangenen Jahres hatte er mit Freunden an den Elbwiesen, wo sich viele trafen, erheblich gebechert. Zwei Promille wurden später festgestellt. Als es bei einem Fußballspiel zu Auseinandersetzungen kam – der Angeklagte war nicht dabei und wusste auch nicht worum es ging – wollte er mitmischen. Als ihn ein ihm ein ihm völlig unbekannten Mann davon anhalten wollte, ,bekam der Prügel. Steve K. erhielt mehrere Schläge ins Gesicht und den Nacken, hatte Prellungen, eine Platzwunde an der Lippe und tagelang Kopfschmerzen.

„Es gab ein Wortgefecht, er schlug zu, andere gingen dazwischen und schoben ihn weg, aber er kam mir immer wieder hinterher, schlug weiter zu, dann kam die Polizei“ erinnerte sich Steve K. „Der war auf ihn regelrecht fixiert, der hatte Blut geleckt“, schilderte ein Freund des Opfers die Situation. Steve K. hat sich nicht gewehrt und übrigens auch keinen Strafantrag gestellt. „Es war doch Männertag, da ist das nun mal so“, wehrte er ab. Der Angeklagte kann sich an viele Einzelheiten erinnern, nur an die Schläge nicht. „Er hat mich beleidigt aber ich habe ihn nicht geschlagen.“ Die Zeugen hatten das anders in Erinnerung.

Dominic B. wurde zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt – kein Wunder bei seinem Vorstrafenregister- und seine schlagende Vergangenheit holt ihn doppelt ein. Der Angeklagte stand zur Tatzeit unter Bewährung, nun droht der Widerruf, da könnten noch ein Jahr und neun Monate aus einem früheren Urteil oben drauf kommen.

Von Monika Löffler

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