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Lokales Fraunhofer rüstet Nanoelektronik-Zentrum CNT Dresden auf
Dresden Lokales Fraunhofer rüstet Nanoelektronik-Zentrum CNT Dresden auf
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10:45 14.06.2018
Hubert Lakner. Quelle: Frauhofer IPMS
Dresden

Die Fraunhofer-Gesellschaft investiert bis zum Jahr 2020 rund 40 Millionen Euro in das Nanoelektronik-Zentrum CNT in Dresden. Das hat Professor Hubert Lakner angekündigt, der das CNT-Mutterinstitut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) leitet. „Es geht aufwärts im CNT“, kommentierte er diese Weichenstellung, die nur scheinbar selbstverständlich ist: Nach der Qimonda-Pleite hatte das Nanoelektronikzentrum von Fraunhofer kurz vor dem Aus gestanden, bis es vor sechs Jahren vom IPMS übernommen wurde.

Mit den nun avisierten Investitionen will Lakner das CNT für die Forschung an Chipstrukturen bis hinab zu zwölf Nanometern (Millionstel Millimeter = nm) fit machen. Angeschafft werden damit zum Beispiel Messtechnik, Qualitätstester und Lithografieanlagen (Chip-Belichter), die in der 300-Millimeter-Wafer-Forschungslinie neben der Infineon-Fabrik in Dresden-Klotzsche ab 2020 hochfahren sollen. Die Gelder stammen aus dem Fraunhofer-Sonderprogramm „Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD).

Das CNT war ursprünglich 2005 als gemeinsames Zentrum von Fraunhofer und Qimonda entstanden. Es sollte für den deutschen Speicherchip-Konzerns einen Forschungsvorsprung gegenüber der internationalen Konkurrenz herausarbeiten. Mit der Qimonda-Insolvenz 2009 verlor die Einrichtung aber ihren wichtigsten Kunden und sollte geschlossen werden. Nicht zuletzt auf Intervention von Globalfoundries hin entschloss sich die Fraunhofer-Gesellschaft dann doch zu einer anderen Lösung. Sie schlug 2012 das CNT mitsamt rund 50 Mitarbeitern als Abteilung dem IPMS zu. Inzwischen hat sich die Auftragslage verbessert und die Belegschaft wieder etwas vergrößert, teilte Lakner mit. Das CNT forscht unter anderem für und mit Globalfoundries, Infineon und BASF. Das Zentrum hat nun knapp 60 Mitarbeiter.

Mehr Informationen über das CNT: tinyurl.com/y7nst9jw

Von Heiko Weckbrodt

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