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Lokales Fraunhofer hält an CNT-Auflösung in Dresden anscheinend fest
Dresden Lokales Fraunhofer hält an CNT-Auflösung in Dresden anscheinend fest
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20:30 09.09.2015
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Das Zentrum wird wahrscheinlich als selbstständige Einrichtung aufgelöst, der Standort im ehemaligen Qimonda-Reinraum - der jetzt Infineon gehört - aufgegeben und mehrere CNT-Abteilungen an das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden-Klotzsche angegliedert.

Aus Sicht der großen Dresdner Halbleiterunternehmen sind die Würfel aber noch nicht gefallen: Chip-Auftragshersteller Globalfoundries (GF) und Halbleiterhersteller Infineon betonten starkes Interesse am Erhalt des Zentrums.

"Das Thema ,CNT' ist nicht vom Tisch", betonte GF-Sprecher Jens Drews. Auch der Dresdner GF-Chef Rutger Wijburg unterstrich: "Für uns ist dieses Zentrum wichtig". GF wolle auch künftig Entwicklungsaufträge an die Fraunhofer-Forscher vergeben.

Eine direkte Beteiligung am CNT wie seinerzeit Qimonda - diese "Privat-öffentliche Partnerschaft" endete mit der Pleite des Speicherchip-Konzerns - schloss Wijburg indes aus. Dies sehen die Dresdner Infineon-Geschäftsführer Pantelis Heidas und Helmut Warnecke ähnlich. Aber: "Wir sind an der Fortführung des CNT und seiner Forschungsaktivitäten bei uns interessiert", sagte Warnecke. Derzeit prüfe Infineon, inwieweit man künftig Entwicklungsaufträge an die forschenden Mieter vergeben könne - obwohl das CNT-Profil nicht ganz zum Infineon-Portefeuille passe.

Gerade die Forschungslinie auf 300-Millimeter-Wafern im Infineon-Reinraum gehört zu den Alleinstellungsmerkmalen des CNT - aber auch zu den größten Kostentreibern. Selbst CNT-Chef Peter Kücher glaubt nicht mehr recht an eine Zukunft als selbstständige Einrichtung - obwohl man die Einnahmesituation verbessert und für dieses Jahr Industrieaufträge für eine Million Euro akquiriert habe. "Aber es will mir nicht einleuchten, warum hier eben erst eine Allianz wie ,Silicon Europe' gegründet wird und dann so ein wichtiger Baustein dafür wie das CNT eingestampft werden soll", sagte er. Heiko Weckbrodt

Mehr Infos im Netz: computer-oiger.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2012

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