Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Frauenkirchen-Pfarrer für Perspektivwechsel bei Fragen der Zeit
Dresden Lokales Frauenkirchen-Pfarrer für Perspektivwechsel bei Fragen der Zeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:39 16.01.2018
Pfarrer Sebastian Feydt Quelle: J. Weigt (Archiv)
Anzeige
Dresden

Die Stiftung Frauenkirche blickt mit ihrem Forum in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Wenn Dein Kind Dich morgen fragt ...“ in die Zukunft. „Wenn Kinder fragen, verschlägt es Erwachsenen ja oft die Sprache“, erklärte Pfarrer Sebastian Feydt den Hintergrund vor dem Auftaktpodium am Donnerstag. Diesem Phänomen der Sprachlosigkeit solle begegnet werden mit Antworten, die über die Entscheider-Generation hinausreichen. „Unsere Schwierigkeit, überzeugende Antworten auf die aktuellen Probleme zu finden, rührt daher, dass wir sie losgelöst von nachhaltigen Auswirkungen betrachten.“

Das zeige sich in der fehlenden Weiterentwicklung demokratischer Strukturen, dem ausbleibenden interreligiösen Dialog, beim Umgang mit Ressourcen oder bestimmten sicherheitspolitischen Themen. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel.“ Es gehe um Nachhaltigkeit bei gegenwärtigen politischen Grundentscheidungen. Allesamt Fragen, die auch nächste Generationen betreffen: Umgang mit Ressourcen, „der von uns ausgelöste Klimawandel, die Zukunftsfähigkeit unserer Art zu Leben“. All dies müsse aus der Sicht der Kinder und Enkel gedacht werden.

Auch die diesjährige Peace Acadamy (18. bis 21. Mai) richte sich an die Nachgeborenen. „Sie wirft die Frage auf: Was ist Dir die Welt wert? Wir rufen die jungen Leute auf, ihre Werte in die globale Waagschale zu werfen“, erklärte Feydt. An der Frauenkirche, Symbol für Frieden und Versöhnung, werden sich Jugendliche und junge Erwachsene ganz verschiedener religiöser und kultureller Prägung treffen und darüber diskutieren, auf welchen Werten das Zusammenleben in Europa und der Welt fußt.

„An einem Ort wie der Frauenkirche berührt es aber außerdem die Frage, welchen Unterschied es zwischen Werten und Tugenden gibt“, sagte der Pfarrer. „Wir leben in Europa in fast werteseeligen Zeiten, wo verschiedene Dinge zu Werten erklärt werden. „Was uns aber religionsübergreifend in guter Weise zusammenleben lässt, ist eine Rückbesinnung auf Tugenden.“ Sie gäben dem Leben Halt und Basis, auch in turbulenten Zeiten zu bestehen. „Die Frauenkirche mit den Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung in der Kuppel ist wie geschaffen für diese Werte- und Tugendendebatte“, meinte Feydt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wegen der Reparatur einer Weiche auf der unteren Kesselsdorfer Straße fahren die Straßenbahnlinien 6, 7 und 12 von Freitag, 15.45 Uhr bis Montag, 3.15 Uhr eine Umleitung. Das teilen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit. Auch Autofahrer müssen demnach mit Behinderungen rechnen.

16.01.2018

Der Freistaat fördert den Bau des Schulcampus in Dresden-Pieschen mit rund 46 Millionen Euro. Es ist der größte Zuschuss, den die Landeshauptstadt bislang für ein Schulbauprojekt erhalten hat. Doch durch Bauverzug wird die Freude über die Fördermittel bei der Stadt auch etwas getrübt.

16.01.2018

„Egal was ich trinke, ich bin ein lustiger Mensch und habe dann immer Spaß“, erzählte Viktor E. am Montag im Landgericht. Spaß hatten andere Leute weniger, wenn er getrunken hat, denn dann wird der 56-Jährige unberechenbar. Derzeit muss er sich wegen versuchten Mordes vor dem Dresdner Landgericht verantworten.

16.01.2018
Anzeige