Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Frau erfindet zwei Vergewaltigungen in Dresden
Dresden Lokales Frau erfindet zwei Vergewaltigungen in Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 25.03.2017
Symbolbild Quelle: dpa
Dresden

Der Besuch einer Kirche kann sehr erhellend sein. Jacqueline S. hat ein solcher Besuch regelrecht erleuchtet. Sie habe dort erfahren, so die 30-jährige Reinigungskraft gestern im Dresdner Amtsgericht, dass man nicht lügen darf. So marschierte sie zur Polizei und erklärte, dass ihre Anzeigen eine Lüge waren und sie nicht vergewaltigt worden sei.

Am 4. September 2016 war sie auf einem Revier erschienen und hatte einen Herrn S. angezeigt. Der habe sie in seiner Wohnung in Heidenau vergewaltigt. „Sie schilderte die Ereignisse und beschrieb die Tat sehr glaubhaft“, erinnerte sich der Polizeibeamte. Kurz darauf habe sie einen weiteren Vorfall geschildert: Sie sei von einem Herrn D. im Parkhaus eines Einkaufcenters vergewaltigt worden. Gegen beide Männer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Nur stimmte beides nicht. Jacqueline S. hatte zwar Sex mit den Männern, doch der war einvernehmlich. Als es Ärger mit ihrem Mann gab, habe sie aus Angst, dass er sie verlässt, daraus Vergewaltigungen gemacht und sei auf dessen Drängen zur Polizei gegangen, erzählte sie kleinlaut.

Wegen falscher Verdächtigung wurde sie am Freitag zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 10 Euro verurteilt.

Von Monika Löffler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Überraschende Wendung bei den Atomaltlasten aus Rossendorf: Nach einem Beschluss des Haushaltsausschusses im Bundestag soll der Bund Kosten und Verantwortung für die alten Brennstäbe aus dem früheren Forschungsreaktor mittelfristig tragen.

27.03.2017
Lokales Reduzierung auf fünf Prozent - Grüne wollen Bettensteuer in Dresden senken

Ungewöhnlicher Vorgang in der Politik: In Dresden soll eine Steuer gesenkt werden. Die Grünen wollen die Abgabe auf Übernachtungen in der Stadt um ein Fünftel reduzieren. Die Bettensteuer soll nur noch fünf Prozent betragen.

25.03.2017

Seit fast zwei Jahren steht der Luisenhof auf dem Weißen Hirsch leer. Das hat laut Stadträtin Kristin Sturm (SPD) zu einem Fahrgastrückgang bei der Standseilbahn geführt, auch Gewerbetreibende im Umfeld der Aussichtsgaststätte würden einen Touristenschwund konstatieren.

25.03.2017