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Lokales Frank Richter verlässt die Stiftung Frauenkirche
Dresden Lokales Frank Richter verlässt die Stiftung Frauenkirche
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10:33 19.04.2018
Frank Richter Quelle: Archiv
Dresden

 Frank Richter wird „aufgrund seiner angekündigten Kandidatur zum Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Meißen“ ab dem 1. Juli aus der Geschäftsführung der Stiftung Frauenkirche Dresden ausscheiden. Der Stiftungsrat habe sich mit ihm einvernehmlich über die damit verbundenen Modalitäten verständigt „und wünscht ihm für sein Vorhaben alles erdenklich Gute“. Das teilte am Mittwoch der Stiftungsrat nach seiner Sitzung in einer offiziellen Stellungnahme mit und bestätigte damit, was bereits im Vorfeld durchgesickert war: Frank Richter wird seinen auf fünf Jahre angelegten Vertrag als einer der Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche nicht erfüllen (DNN berichteten).

Die Stiftung dankte Frank Richter dafür, dass er wertvolle Impulse gesetzt habe. Der gesellschaftliche Dialog aus der Frauenkirche heraus und die Bildungsarbeit der Stiftung konnten durch neue Formate, darunter das kontinuierliche Angebot in der Unterkirche, bereichert werden. Das Team der Stiftung werde daran anknüpfen und diese Ideen wachsen lassen. „Ich habe ein offenes Gotteshaus erlebt, in dem Menschen verschiedener Herkunft miteinander reden, beten und sich begegnen“, wurde Frank Richter in der Erklärung zitiert. „Ich bedanke mich für den Respekt, der meiner Entscheidung in der Stiftung entgegengebracht wird.“

Ein offenes Geheimnis ist allerdings auch, dass es in der Geschäftsführung, der neben Richter auch Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt und Christine Gräfin von Kageneck angehören, und mit Teilen des Stiftungsrates deutliche Meinungsverschiedenheiten über die Arbeit an den Aufgaben und der Ausrichtung der Stiftung gegeben haben soll. Die Wahl des Oberbürgermeisters in Meißen, in der Frank Richter, unterstützt von einer Wählergemeinschaft „Meißen kann mehr“ gegen Amtsinhaber Olaf Raschke (parteilos), antreten will, findet am 9. September statt. Seine Kandidatur hatte Richter im März bekannt gegeben.

Die Stiftung werde sich zukünftig weiter darauf ausrichten, die Frauenkirche „als international strahlendes Gotteshaus, das Frieden und Versöhnung mit und für Menschen allen Alters, verschiedener Religionen und Kulturen lebt, nach außen zu öffnen“, wurde in der Mitteilung zu Richters Ausscheiden noch einmal hervorgehoben. Aktuell werde die Peace Academy zu Pfingsten wieder junge Menschen aus aller Welt in Dresden zusammenbringen.

Von hp

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