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Foyer der Dresdner Semperoper wird für 180.000 Euro saniert

Frischekur im Opernhaus Foyer der Dresdner Semperoper wird für 180.000 Euro saniert

Frischekur für die Semperoper: Seit April lässt der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) das untere Rundfoyer umfassend sanieren. Damit legen erstmals seit der Wiedereröffnung des Hauses im Jahr 1985 Fachleute Hand an in diesem Bereich des Gebäudes.

Es ist das erste Mal seit mehr als 30 Jahren, dass die Wandgestaltung restauriert wird.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Frischekur für die Semperoper: Seit April lässt der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) das untere Rundfoyer umfassend sanieren. Damit legen erstmals seit der Wiedereröffnung des Hauses im Jahr 1985 Fachleute Hand an in diesem Bereich des Gebäudes.

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Bis zum Ende des Jahres lässt der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilen- und Baumanagement (SIB) das untere Foyer der Semperoper restaurieren. In fünf Abschnitten werden die Wände geputzt und Schadstellen ausgebessert. Die Arbeiten kosten rund 180.000 Euro.

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„Die Oper wird genutzt und es sind mehr als 30 Jahre vergangen. Das hinterlässt eine gewisse Abnutzung und Verdreckung“, sagt SIB-Niederlassungsleiter Ulf Nickol. Bis zum Ende des Jahres bekommt das Foyer deshalb in fünf Abschnitten einen neuen Glanz. Verantwortlich dafür ist Restaurator Hans-Christoph Walther. Der war bereits beim Wiederaufbau des Opernhauses beteiligt und kennt sich deshalb bestens aus. Mit Schwamm, Pinsel und Spachtel rückt er Quadratzentimeter für Quadratzentimeter Rissen, Staub und Beschädigungen auf den Leib. Ein Equipment wie ein Zahnarzt nennt der Fachmann seine Utensilien.

Er und seine Kollegen aus den Gewerken Malerei, Stuck und Metall widmen sich unter anderem der Randwerksmalerei in den Deckengewölben, den 13 Armorettenbildern von Alfred Diethe und der Stuckverkleidung. Zudem erhalten Marmorelemente nach Reinigung und Wachsen eine neue Politur.

Die Restaurierung erfolgt bei laufendem Betrieb. Aufführungen oder Führrungen durch das Haus werden nicht beeinträchtigt. Dafür rückt ein eingekleidetes Gerüst Meter für Meter vor. „Wie eine Blattschneiderameise schieben wir uns durch das Haus“, so Walther. Vier bis sechs Wochen wird an einem Bauabschnitt gearbeitet, je nachdem, wie hoch das Schadensaufkommen ist. Ganz genau kann Restaurator Walther vorab nicht einschätzen, welche Makel es tatsächlich zu beseitigen gibt. „Es ist eine Operation am offenen Herzen“, sagt er dazu. Zwei Abschnitte hat er mit seinen Kollegen aber bereits geschafft.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Holzvertäfelung an den Wänden des Foyers. Die besteht nämlich nicht aus Holz, sondern aus Malerei auf Stuckgips. Für diese Variante hatte sich Gottfried Semper beim Wiederaufbau nach dem Brand des ersten Hoftheaters am 21. September 1869 entschieden. Gut für den Brandschutz, schlecht für ungeschickte Besucherhände und -füße. An einigen Stellen ist der Gips zu sehen, die „Imitation damit dahin“, wie Walther sagt.

Rund 180 000 Euro steckt der Staatsbetrieb in die Restaurierung. Sie ist Teil einer Verschönerungsaktion, die der SIB bereits seit einigen Jahren betreibt. Nach der Exedra 2012, den Seiten-Vestibülen 2014 bis 2016 und dem Zuschauersaal 2015 ist nun also auch das unter Foyer an der Reihe. Spätestens 2019 soll sich die Prozedur im oberen Foyer wiederholen.

Von Christin Grödel

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