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Lokales Forschungsprojekt: Dresden als „Polarisierungslabor“
Dresden Lokales Forschungsprojekt: Dresden als „Polarisierungslabor“
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07:42 21.06.2018
Dresden als "Polarisierungslabor"? Wissenschaftler der TU Dresden beschäftigen sich fortan mit dieser Frage. Quelle: dpa
Dresden

Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Dresden untersuchen die Rolle von Kunst und Kultur in kontroversen gesellschaftlichen Debatten. Die Stadt stehe vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung um die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung als „Polarisierungslabor“ im Fokus der Analyse, sagte Kunst- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Mittwoch. „Sie ist Seismograph für eine Stimmung, die wir im ganzen Land spüren.“ Das einjährige Forschungsprojekt wird mit rund 101 000 Euro aus dem Landeshaushalt gefördert.

Das TU-Zentrum für Integrationsstudien untersucht, wie Polarisierung funktioniert, ob Kunst- und Kultureinrichtungen Räume des Dialogs sein, Medien der Verständigung schaffen und in gesellschaftlichen Konflikten vermitteln können oder zur Verschärfung beitragen, wie Projektleiterin Heike Greschke erläuterte. Dazu werde etwa in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum die Vermittlungspraxis am Beispiel der Ausstellung „Rassismus“ analysiert.

Kultur widerspiegele die gesellschaftliche Auseinandersetzung, „ohne sie wäre manches nicht in Diskussion gekommen“, sagte Greschke. Es gehe darum, Polarisierung zu verstehen, die nach außen hin Abgrenzung und nach innen Loyalität und Zusammenhalt schaffe.

dpa

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