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Lokales Forschung statt Sandstein: Dresden startet neue Werbekampagne
Dresden Lokales Forschung statt Sandstein: Dresden startet neue Werbekampagne
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20:41 09.09.2015

Das wollen wir ändern", sagt Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). 600 000 Euro lässt es sich die Stadt in den nächsten drei Jahren kosten, um sich als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort besser zu vermarkten.

Das Geld wird keinen Touristen zusätzlich in die Stadt führen. "Das ist nicht unser Ziel. Wir wollen Unternehmer erreichen, die sich hier ansiedeln möchten", sagt Hilbert. Und gibt eine Zielgröße vor: 15 Ansiedlungen im Jahr sollten es schon sein. "Sonst müssen wir uns überlegen, ob wir am Bedarf vorbeikommunizieren."

Mit spannenden Geschichten soll die Bekanntheit Dresdens als attraktiver und innovativer Standort erhöht werden. Deshalb hat sich die Stadt die Dresdner PR-Agentur WeichertMehner mit ins Boot geholt. Der Auftrag für die Kampagne wurde europaweit ausgeschrieben. Die Dresdner setzten sich unter fünf Bewerbern, die die geforderten Kriterien erfüllten, durch, hieß es.

"Wir haben als erstes den Standort vermessen und zusammengetragen, welche Ansprechpartner für welche Themen es in Dresden überhaupt gibt", erläuterte Robert Weichert das Vorgehen für die Kampagne. Die Botschaft soll nun in die Welt getragen werden: "Dresdens Wirtschafts- und Wissenschaftsakteure arbeiten bereits heute erfolgreich an Produktion und Dienstleistungen oder leisten Grundlagenforschung, deren Erfolge in Zukunft kommerzialisiert werden können." Simples Beispiel: Wenn bekannt wird, dass Geheimdienste das Handy der Kanzlerin abhören, sollen Journalisten nicht eine Berliner Softwarefirma um ihre Expertenmeinung anfragen. Sondern Dresdner Forscher. "Dazu muss es aber in die Köpfe der Multiplikatoren, dass die Experten in Dresden sitzen", so Weichert.

Im Ausland will sich Hilbert mit der Kampagne verstärkt drei Ländern widmen: Südkorea, Holland, Ungarn. "Wir haben uns Länder gesucht, die vom Freistaat nicht so intensiv beackert werden." Südkorea und Holland würden die gleichen Themen wie Dresden bearbeiten, die ungarische Politik hingegen treibe gegenwärtig die Unternehmen aus dem Land. "Da würden wir sie gerne bei uns aufnehmen", sagt Hilbert, der auch darauf verweist, dass die EU in den nächsten Jahren immense Mittel in die Halbleiterindustrie investieren will. "Da will ich ein möglichst großes Stück vom Kuchen abbekommen", erklärt er ein Ziel der neuen PR-Kampagne für die Barockstadt Dresden, in der so viel geforscht wird.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.03.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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