Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Förderer der Frauenkirche: Stiftungsratsvorsitzender Bernhard Walter verstorben
Dresden Lokales Förderer der Frauenkirche: Stiftungsratsvorsitzender Bernhard Walter verstorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:19 09.09.2015
Bernhard Walter war Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Frauenkirche. Er galt als Bankmanager, dem man vertrauen konnte. Quelle: imago

Im Jahre 2000 legte Walter das Amt des Vorstandssprechers der Dresdner Bank nieder, das er seit 1998 bekleidete. Die von ihm präferierte Verschmelzung mit der Deutschen Bank kam nicht zustande. Führungsqualitäten aber bewies der Baden-Württemberger an vielen Stellen. Sie waren gekoppelt an den Einsatz für kulturelle Werte und bürgerschaftliches Engagement.

In Dresden ist sein Name untrennbar verbunden mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche, den er maßgeblich unterstützt hat. Seit 1994 bis zur Gegenwart hatte Walter den Vorsitz des Stiftungsrates der Stiftung Frauenkirche inne. Am Wochenende ist er im Alter von 72 Jahren verstorben. "Mehr als 20 Jahre hat Dr. Bernhard Walter die Stiftung Frauenkirche geprägt. Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Wiederaufbau der Frauenkirche möglich werden konnte", betonte Landesbischof Jochen Bohl, zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Frauenkirchen-Stiftung. Alle Freunde und Förderer empfänden große Dankbarkeit für Walter.

Der studierte Banker gehörte seit 1987 dem Vorstand der Dresdner Bank an. In dieser Funktion half er durch eine große Aktion dem Wiederaufbau der Frauenkirche finanziell auf die Füße. Er initiierte nicht nur die Gründung der Stiftung Frauenkirche, sondern auch die "Stifterbriefe-Aktion" der Dresdner Bank, die den Spendenfluss erst richtig in Gang setzte. Rund 70 Millionen Euro kamen auf diesem Weg zusammen, zwei Drittel aller Spenden. "Bernhard Walter hat mich von Anfang an in einer Art und Weise unterstützt, ohne die ich die Aufgaben so nicht hätte schaffen können", sagte der ehemalige Baudirektor Eberhard Burger den DNN. Bernhard Walter habe sich in die Mentalität der Dresdner eingelebt und sie verstanden, hob er hervor.

Auf Walters Initiative erfolgte bereits 1991 die Gründung der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, die er ebenfalls bis zu seinem Tod begleitete. Darüber hinaus gehörte der Manager dem Aufsichtsrat des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger an und übernahm 2006 dort den Vorsitz, den er bis November 2014 inne hatte. Sein Einsatz für die Dresdner Frauen- kirche wurde mit dem Großen Bundesverdienstkreuz gewürdigt, das er gemeinsam mit Ludwig Güttler und Eberhard Burger in Empfang nahm. Der Verstorbene ist Ehrendoktor der Fakultät Bauingenieurwesen der Technischen Universität Dresden und der Handelshochschule Leipzig.

Die Stiftung Frauenkirche lädt am Sonnabend, dem 31. Januar, 14 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst in die Frauenkirche ein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.01.2015

Genia Bleier

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mancher scheut den Blick in die Stasi-Akten, weil er unangenehme Wahrheiten über Freunde und Bekannte fürchtet. "Man kann auch feststellen, dass man die richtigen Freunde hatte", macht Konrad Felber diesen Menschen Mut.

09.09.2015

Mancher scheut den Blick in die Stasi-Akten, weil er unangenehme Wahrheiten über Freunde und Bekannte fürchtet. "Man kann auch feststellen, dass man die richtigen Freunde hatte", macht Konrad Felber diesen Menschen Mut.

09.09.2015

Lutz Bachmann ist das Gesicht von Pegida. Der Dresdner gilt als Initiator der Bewegung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, die in der sächsischen Landeshauptstadt seit Mitte Oktober regelmäßig Demonstrationen organisiert und dabei Woche für Woche mehr Menschen hinter sich geschart hatte.

09.09.2015
Anzeige