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Flut von Kita-Absagen naht - Datenschutzprobleme: Für neues Internetvergabesystem "E-Kita" müssen sich Eltern neu anmelden

Flut von Kita-Absagen naht - Datenschutzprobleme: Für neues Internetvergabesystem "E-Kita" müssen sich Eltern neu anmelden

In diesem Monat werden Hunderte, wahrscheinlich sogar Tausende Dresdner Eltern auf einen Schlag Platz-Absagen von freien Kitas bekommen. Dahinter stecken Computer- und Datenschutzprobleme.

Denn am 1. Juli startet das zentrale elektronische Vergabesystems "E-Kita" für rund 50000 Kita- und Tagespflege-Plätze in Dresden. Wie sich aber herausgestellt hat, dürfen aus Datenschutzgründen alte "analoge" Wartelisten mit Platzwünschen von Eltern in freien Kitas nicht einfach digitalisiert und in die kommunalen Rechner eingespeist werden.

Daher hat der Kita-Eigenbetrieb nun die freien Kita-Betreibervereine aufgefordert, ihre alten Listen mit Platzwünschen von Eltern bis zum 30. April abzuarbeiten und definitive Zu- oder Absagen an die wartenden Eltern zu verschicken. Das teilte Eigenbetriebs-Chefin Sabine Bibas gestern mit.

Wer solch eine Absage kassiert hat, muss aber nicht verzagen: Die Eltern können entweder ab 1. Juli per Internet die Kita-Wünsche für ihre Kinder ins neue System eintragen oder - wenn die Zeit drängt und sie vor dem März 2014 einen Platz brauchen - in der Übergangsphase ihre Wünsche schriftlich oder persönlich im Kita-Eigenbetrieb einreichen. Daraus erstellt der Eigenbetrieb dann manuell eine Start-Warteliste für "E-Kita".

"Das neue System schafft keine Plätze, soll aber die bestehenden Plätze besser auslasten", erklärte Bibas, warum sich Stadt und freie Träger auf die neue, internetgestützte Vergabe geeinigt hatten, deren Einführung rund 800000 Euro kosten soll.

Denn in der Vergangenheit hatten Mehrfachanmeldungen vieler Eltern in diversen Kindergärten und Krippen unnötige Absagen für andere Mütter und Väter nach sich gezogen, und dazu geführt, dass zeitweise Hunderte Plätze unbesetzt blieben (DNN berichteten). Außerdem hofft die Stadt, mit "E-Kita" Verwaltungskosten im laufendem Betrieb zu sparen.

Ab 1. Juli können Eltern dann bis zu fünf Wunsch-Kitas oder -Tagesmütter für ihr Kind im Internet melden. Außerdem geben sie Kriterien wie Wohnort- oder Arbeitsplatznähe, pädagogisches Konzept und dergleichen ein. Die sind wichtig, wenn alle fünf Wunsch-Kitas schon belegt sind: Dann bietet die Vermittlungsstelle den Eltern eine andere Kita an, die diesen Anforderungen am nächsten kommt. Gestützt auf ein neues Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig sollen möglichst nur Kitas oder Tagesmütter als Alternative angeboten werden, die binnen 30 Minuten vom Wohnort erreichbar sind. In jedem Fall sollen Angebote binnen zwei Monaten verschickt werden. Die Eltern haben dann ein bis zwei Wochen Zeit, die jeweilige Kita-Leiterin oder Tagesmutter zu kontaktieren - die nämlich haben das letzte Wort über die Vergabe. "Zwangszuweisungen wird es nicht geben", betonte Bibas. Die Eltern bekommen spätestens sechs Monate vor dem ersten Kita-Besuch des Kindes einen Bescheid, wo sie einen Platz erhalten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2013

Heiko Weckbrodt

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