Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Flughafen Dresden leidet unter Germania-Pleite: 15 Prozent Passagierschwund im März
Dresden Lokales Flughafen Dresden leidet unter Germania-Pleite: 15 Prozent Passagierschwund im März
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:59 17.04.2019
Die Flugzeuge von Germania mussten in Dresden seit Anfang Februar am Boden bleiben. Vor einer Woche wurden die letzten beiden Maschinen abgeholt. Quelle: Germania
Dresden

Die Pleite der Fluggesellschaft Germania hat dem Airport Dresden im März die Passagierstatistik verhagelt: Nur 115 365 Fluggäste wurden in dem Monat in der Landeshauptstadt gezählt, 14,7 Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahres, teilte der Flughafen am Mittwoch auf DNN-Anfrage mit. Schuld sei vor allem die Pleite des Ferienfliegers Germania im Februar.

Germania war in Dresden bisher der wichtigste Anbieter im touristischen Bereich“, sagte ein Flughafen-Sprecher. „Das reißt jetzt eine Lücke.“ Vor allem auf den bisher von der Airline bedienten Strecken nach Spanien, Portugal, Zypern und in die Türkei habe es im März nun herbe Einbußen gegeben.

Zwar konnte der Airport auf vielen Strecken bereits Ersatz durch andere Airlines finden. Die ersten gehen aber erst im Mai an den Start. Im März habe das noch nichts geholfen. Mit dem Rückgang habe man daher gerechnet.

Sundair, Corendon und Lauda springen ein

Germania hatte Anfang Februar Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb sofort eingestellt. Dresden war davon besonders hart betroffen: Die Airline war hier der wichtigste Anbieter nach Lufthansa und Eurowings. Zuletzt wurden elf Ziele in Ägypten, Spanien, Portugal und der Türkei angesteuert, bis zu 23 Flüge gab es pro Woche. Im Sommer sollte sogar auf bis zu 47 Flüge zu 21 Zielen aufgestockt werden.

Für sechs dieser Ziele konnte inzwischen Ersatz gefunden werden. Bereits kurz nach der Germania-Insolvenz hatte Sundair angekündigt, ab Mai vier der bisherigen Germania-Strecken zu übernehmen und dafür sogar ein Flugzeug in Dresden zu stationieren. Je eine weitere Strecke übernehmen ab Mai der türkische Ferienflieger Corendon und ab Juni die Ryanair-Tochter Lauda. Damit habe man für mehr als die Hälfte der Germania-Flüge Ersatz gefunden, hieß es am Flughafen.

Flugzeuge standen noch bis Anfang April in Dresden

Germania hatte sogar drei Boeing 737 in Dresden stationiert, die dann ab Anfang Februar am Boden bleiben mussten. Die letzten beiden wurden erst vor einer Woche abgezogen. Sie waren von Germania nur geleast worden und wurden vom eigentlich Eigentümer aus England abgeholt.

Von Frank Johannsen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadtverwaltung und die städtischen Tochterunternehmen wollen ihre bisher getrennten Rechenzentren in Zukunft ge­meinsam nach einheitlichen Standards betreiben. Dies geht aus den DNN vorliegenden Informationen aus der Verwaltung hervor.

17.04.2019

Der Angeklagte in diesem Fall unterliegt einer besonderen Schweigepflicht. Der Polizist, im Dienst zuständig für Informanten, darf nicht einmal seiner Anwältin alle Einzelheiten schildern, ohne sich wieder strafbar zu machen. Eine schwierige Entscheidungsfindung für das Gericht

17.04.2019

Dresden hat endlich ein Koala-Weibchen. Nachwuchs steht zwar noch in weiter Ferne, aber das Interesse ihres Nachbarn „Mullaya“ hat die junge Dame namens „Sydney“ aus Antwerpen bereits geweckt.

17.04.2019