Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Flughafen Dresden: Sommerflugplan mit 30 Zielen in 13 Ländern
Dresden Lokales Flughafen Dresden: Sommerflugplan mit 30 Zielen in 13 Ländern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:39 23.03.2017
Blick auf den Flughafen Dresden.  Quelle: Dpa
Anzeige
Dresden

 Das abgelaufene Jahr hat dem Flughafen Dresden mit 1,66 Millionen Passagieren mal wieder ein Minus beschert (-3,4 Prozent), ins neue ist man dagegen „fulminant gestartet“, wie Geschäftsführer Markus Kopp bei der Vorstellung des Sommer-Flugplans am Mittwoch sagte. Reichlich 205 000 Passagiere wurden im Januar und Februar gezählt, ein Zuwachs von 5,6 Prozent. Und im laufenden Monat habe sich die besondere Lage des Dresdner Flughafens, eingeklemmt zwischen den Hauptstadtflughäfen Prag und Berlin und nur 120 Kilometer vom nächsten Regionalflughafen in Leipzig entfernt, einmal gelohnt. Das streikende Berliner Bodenpersonal hat Klotzsche 146 zusätzliche Landungen und Starts mit fast 11 000 Passagieren beschert. „Dresden steht besser da, als viele oft meinen“, sagte Kopp daher. Mehrfach.

Grund für dieses Mantra hat er wohl auch wegen der Bilanz des abgelaufenen Jahres, das vor allem wegen dem Einbruch des bisher stärksten touristischen Marktes um knapp 42 000 Passagiere (-50,5 Prozent), der Türkei, so schwache Passagierzahlen aufwies. Ohne diese Entwicklung hätte man ein Plus von 3,7 Prozent ausweisen können, meinte Kopp. Wirtschaftlich gesehen kündigte der Flughafen-Chef kündigte „das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre“ an. Ein Minus werde es dennoch aufweisen, schließlich habe man jährlich zehn bis zwölf Millionen Euro Abschreibungskosten für den Neubau der Start- und Landebahn zu erwirtschaften. In fünf oder sechs Jahren will er eine schwarze Null erreichen.

Ein gutes Tourismusgeschäft wäre dafür ein guter Anschub, bisher machen die Ferienflieger nur ein Drittel des Passagieranteils aus. Am Boden tut sich dafür schon einiges. Derzeit wird der Reisemarkt umgestaltet, er soll künftig freundlicher wirken und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Das Ergebnis will man zum Familientag am 7. Mai vorstellen.

2017 werden 30 Ziele in 13 Ländern angeboten, eine Destination mehr als noch 2016, was pro Woche 700 zusätzliche Plätze ausmacht. Neu im Angebot sind das portugiesische Faro, dass nach großer Nachfrage wieder in den Flugplan Aufnahme gefunden hat. Die in Dresden stark vertretene Fluggesellschaft Germania fliegt ab 30. März zwei Mal in der Woche dort hin. Germania steuert ab 8. Mai auch einmal pro Woche das türkische Dalaman an – die unter den preisbewussten Dresdner Touristen sehr beliebte Türkei will der Flughafen so schnell nicht aufgeben. Außerdem fliegt Germania, die in Dresden zwei Boeing 737 stationiert haben, ab 28. Juni auch im Sommer ins isländische Reykjavik.

Ab 7. Mai kommt durch FlyEgypt das Hurghada hinzu – Ägypten werde nach Einschätzung von Tourismusexperten als der Wachstumsmarkt des laufenden Jahres eingeschätzt, meint Kopp. Er muss dagegen den Verlust eines etablierten Magneten verschmerzen. Es gibt keine Flüge mehr nach Barcelona. „Für uns sehr überraschend, weil die Flugzeuge mit 80 Prozent gut ausgelastet waren“, wie Kopp sagte. Hintergrund sei eine Forderung des Billigfluganbieters Vueling, nur bei einer Zahlung von 200 000 Euro pro Saison die Verbindung aufrecht zu erhalten. Das seien übliche Verhandlungstaktiken im Billiggeschäft, meinte Kopp. Und der Hauptgrund dafür, warum Billigflieger Dresden kaum ansteuern.

www.dresden-airport.de

Von Uwe Hofmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Dresden soll es ab kommendem Jahr einen Ski-Weltcup am Elbufer geben. Vor einigen Jahren machte die Wettkampfserie in Düsseldorf Station. Die Stadt war sehr zufrieden. Inzwischen stelle sich jedoch auch die Frage, ob Veranstaltungen dieser Art noch in die Zeit passen.

22.03.2017

Woher das Wasser aus dem Hahn kommt und welcher Prozess erforderlich ist um es trinkbar zu machen, lernten am Mittwochvormittag 1100 Dresdner Grundschüler in Tolkewitz. Neben einer Wasser-Ralley erwartete die Kinder ein buntes Spiel- und Bastelprogramm.

22.03.2017
Lokales Bäckerinnung Dresden wählt Vorstand - Rico Uhlig ist alter und neuer Obermeister

Die Bäckerinnung Dresden hat gewählt. Alter und neuer Obermeister ist Rico Uhlig. Der 46-Jährige wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt, heißt es in einer Mitteilung der Innung.

22.03.2017
Anzeige