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Flüchtlingsfrage spaltet Dresden

DNN-Barometer Flüchtlingsfrage spaltet Dresden

Dresden bleibt beim Thema Asylbewerber und Migranten eine gespaltene Stadt. Das ist das Ergebnis des 100. DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden 504 repräsentativ ausgewählte Dresdnerinnen und Dresdner befragt hat.

Dresden bleibt beim Thema Asylbewerber und Migranten eine gespaltene Stadt.

Quelle: Grafik Eylert

Dresden. Dresden bleibt beim Thema Asylbewerber und Migranten eine gespaltene Stadt. Das ist das Ergebnis des 100. DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden 504 repräsentativ ausgewählte Dresdnerinnen und Dresdner befragt hat. So stimmen 54 Prozent der Befragten der Aussage, dass die Stadt die Unterbringung der Asylbewerber gut gemanagt hat, ganz (16 Prozent) oder teilweise (38 Prozent) zu. 46 Prozent stimmen dagegen nicht zu (31 Prozent eher nicht und 15 Prozent überhaupt nicht).

Keine klaren Mehrheiten

40 Prozent meinen, dass man sich in einigen Stadtteilen nicht mehr sicher fühlen kann, 60 Prozent teilen diese Auffassung nicht. 58 Prozent glauben, dass die Dresdner gut zur Integration von Flüchtlingen beigetragen haben, 42 Prozent widersprechen. Dass die städtische Kultur von Asylbewerbern bereichert wurde, glauben nur 40 Prozent, während 60 Prozent dieser Aussage nicht zustimmen (34 Prozent eher nicht, 26 Prozent überhaupt nicht). Und: 64 Prozent gehen davon aus, dass sich Probleme durch Asylbewerber erst noch zeigen werden, während das 36 Prozent nicht glauben.

In der Flüchtlingsfrage gibt es in Dresden keine klaren Mehrheiten.

Quelle: Grafik: Eylert

Einig sind sich die Dresdner vor allem in einer Frage: Dass die Politiker mit den Problemen überfordert sind, hat sich für 83 Prozent der Befragten bestätigt (44 Prozent voll und ganz, 39 Prozent eher), nur für 17 Prozent hat sich diese Aussage nicht bestätigt. Dass die Kriminalität gestiegen ist, schätzen 65 Prozent als Tatsache ein, aber immerhin 66 Prozent halten im gleichen Atemzug die Aussage für übertrieben, dass man sich nicht mehr sicher fühlen kann. Die Befürchtung, unsere Kultur und Sprache werde an den Rand gedrängt, hat sich nur für 23 Prozent der Befragten bestätigt. Aber 41 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich das Stadtbild durch zu viele Einwanderer nachhaltig verändert hat. 47 Prozent glauben, dass religiöse Konflikte jetzt in Deutschland ausgetragen werden, 53 Prozent halten diese Aussage für nicht bestätigt.

Zahl der Asylbewerber wird viel zu hoch geschätzt

Die Zahl der in Dresden untergebrachten Asylbewerber und Asylberechtigten wird von den Befragten deutlich zu hoch eingeschätzt. Der höchste genannte Wert lag bei 350.000, der niedrigste bei zwei. Solche Ausreißer haben die Wissenschaftler des Instituts bei der Bestimmung des Mittelwerts bereinigt, dieser liegt bei 11.692. Tatsächlich waren nach Angaben der Stadtverwaltung zum 31. Mai 7121 Asylbewerber, Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge in Dresden gemeldet.

Die Spaltung setzt sich bei der Frage fort, ob sich mit den Flüchtlingen in Dresden einiges zum Schlechten geändert hat. 42 Prozent bejahen diese Aussage, 58 Prozent sehen das nicht so – ein knappes Ergebnis. Da sind die Meinungen zum Thema Pegida, die auch abgefragt wurden, eindeutiger: 61 Prozent sind der Auffassung, dass sich seit der Existenz des Bündnisses, das Montag für Montag durch die Stadt zieht, einiges zum Schlechten verändert hat. 39 Prozent sehen das dagegen nicht so.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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