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Flüchtlingsboot auf dem Weg nach Amsterdam

Outlaw.die Stiftung dankt für herzlichen Empfang in Dresden Flüchtlingsboot auf dem Weg nach Amsterdam

65 Tage war Outlaw.die Stiftung mit einem Flüchtlingsboot in deutschen Städten unterwegs, um auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam zu machen. Jetzt zog der Vorstand Bilanz und dankte auch für den herzlichen Empfang in Dresden.

Wegen Niedrigwasser musste das Flüchtlingsboot auf dem Landweg nach Dresden kommen.
 

Quelle: xcitepress/ce

Dresden/Berlin.  „Wir haben eine sehr bewegte Reise hinter uns“ sagte Gerald Mennen, geschäftsführender Vorstand von „Outlaw.die Stiftung“. „Wir sind uns sicher, dass wir auch viel in den Köpfen und Herzen der Menschen bewegen konnten“, erklärte er. „Die Aufgabe, den besonders schützenswerten Menschen, Kinder, Jugendliche und Frauen, hier in Deutschland ein gutes Ankommen zu ermöglichen, kann nur mit der Kraft und Unterstützung von uns allen gelingen. Wir müssen anfangen, Menschen zu schützen und nicht Grenzen.“

Am Wochenende fand das sozio-kulturelle Schiffsprojekt „Mit Sicherheit gut ankommen“ zu Flucht und Migration der Stiftung in Berlin-Treptow ihren Abschluss. 65 Tage war die Stiftung durch Städte Deutschlands gereist und hatte auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam gemacht. In Dresden hatte das Flüchtlingsboot „Al-hadj Djumaa“ vom 19. bis 2.1 September Station gemacht ( DNN berichteten).

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Am Dienstag wurde am Neustädter Hafen ein echtes Flüchtlingsboot ausgestellt. Hier soll es für drei Tage stehen bleiben. Einige wenige protestierten am Nachmittag gegen die Aktion.

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Insgesamt zog Mennen eine positive Bilanz. Viele tausend Menschen seien auf den zahlreichen Stationen deutschlandweit erreicht worden, es habe vereinzelt Kritik und überwiegend starken Zuspruch gegeben. „Dies ermutigt uns, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen“, sagte Mennen am Ende des Projektes in Berlin. „Ich möchte den zahlreichen Helfern und Mitarbeitern, aber natürlich auch den Unterstützern und über 120 Partnerorganisationen danken.“ Ohne das gemeinsame Zutun wäre die Reise nicht möglich gewesen.

Mennen zog auch ein positives Fazit über den Aufenthalt in Dresden im Neustädter Hafen. „Das Konzept ist aufgegangen. In den drei Tagen am Dresdner Elbufer hatten wir einen ungebremsten Zulauf der Dresdnerinnen und Dresdner und der Gäste der Stadt. Zu manchen Zeiten bildeten sich Schlangen von Menschen, die das Schiff betreten wollten.“ Das Projekt sei herzlich in Dresden empfangen worden, sagte der Stiftungsvorstand, man habe neben einigen kritischen Gesprächen auch zahlreiche sehr persönlich betroffene Menschen erlebt.

Dresden war sowohl der südlichste als auch der östlichste Standort der gesamten Reise. Und es war der einzige Platz, an dem das Schiff an Land präsentiert werden musste. Die Tiefe des Fahrwassers am Oberlauf der Elbe erreichte gerade mal einen Pegel um 80 Zentimeter. Die „Al-hadj Djumaa“ benötige aber zum sicheren Fahren mindestens 110 Zentimeter Tiefe. So wurde für Dresden der An- und Abtransport auf einem Tieflader erforderlich.

Bei Kerzenschein verabschiedeten die Berliner am Sonntagabend die „Al-hadj Djumaa“ im Treptower Hafen. Sie macht sich nun auf die letzte Etappe der Reise zurück in den Heimathafen nach Amsterdam.

Thomas Baumann-Hartwig

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