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Flüchtlinge aus Afghanistan lernen künftig bei DVB und Stadtentwässerung

Integration Flüchtlinge aus Afghanistan lernen künftig bei DVB und Stadtentwässerung

Vier junge Geflüchtete aus Afghanistan beginnen in diesem Jahr eine Ausbildung bei den Dresdner Verkehrsbetrieben und der Stadtentwässerung Dresden. Die freien Stellen dafür wurden zusätzlich zu den regulär Ausschreibungen geschaffen.

Said Habib Hussaini, Latif Pardes, Babrak Mehrabuddin und Sayeed Sarwar Eqbali (v.l.) haben die Arbeitsmaterialien für ihre Ausbildung bekommen

Quelle: gm

Dresden. Vier junge Geflüchtete aus Afghanistan beginnen in diesem Jahr eine Ausbildung bei den Dresdner Verkehrsbetrieben und der Stadtentwässerung Dresden. Dabei beginnen Said Habib Hussaini, Babrak Mehrabuddin und Latif Pardes ab August eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik bei der Stadtentwässerung (SEDD). Sayeed Sarwar Eqbali absolviert ein berufsvorbereitendes Jahr bei den DVB, an die sich eine Ausbildung als Fachkraft für Metalltechnik anschließen soll. Die freien Stellen dafür wurden zusätzlich zu den regulär Ausschreibungen geschaffen.

„Wir haben die Möglichkeit, jungen Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, eine berufliche Perspektive zu bieten“, freut sich Gunda Röstel, Geschäftsführerin der SEDD. Über Praktika und Schnupperkurse sowie in Zusammenarbeit mit den Berufsschulzentren für Technik und Elektrotechnik habe man zusammengefunden. „Dadurch entsteht nicht nur für die jungen Menschen ein Mehrwert, sondern auch für die Unternehmen. Zusammen beweisen sie, wie Integration und ein respektables Miteinander funktioniert.“

Für die vier Männer geht ein Traum in Erfüllung. „Das ist eine große Chance und eine tolle Möglichkeit, Sicherheit in meine berufliche Perspektive zu bringen“, sagt Hussaini. Die sprachliche Hürde machte ihm zunächst Schwierigkeiten, wenngleich er mittlerweile sehr gutes Deutsch spricht. „Aber ich komme ja nicht frisch von der Schule, da muss ich einiges aufbereiten.“ Auch Mehrabuddin weiß, dass es nicht einfach wird. „Trotzdem freue ich mich sehr auf die Ausbildungszeit.“

Dass diese erfolgreich verläuft, ist Röstel zuversichtlich. „Wir werden alles tun, dass sie durchkommen, aber natürlich können wir keine Standards herabsenken. Gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern werden sie büffeln müssen.“

Auch Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Die Linke) lobt das Projekt. „Viele Menschen sind sich noch immer nicht sicher, wie Integration funktioniert. Es ist wichtig, Unterstützung und Orientierung anzubieten. Integration ist kein Selbstläufer. Alle sind aufgefordert, etwas zu tun, nachhaltige Ideen sind gefragt.“ Mit der Initiative der städtischen Unternehmen solle anderen Betrieben Mut gemacht werden, Angebote für Neuzugewanderte zu schaffen.

Die BSZ für Technik und die BSZ für Elektrotechnik hatten sich im letzten Jahr mit DVB und SEDD sowie Drewag, Stadtreinigung und Cultus GmbH zusammengeschlossen, um 70 Asylsuchende zwischen 17 und 27 Jahren bei der Berufswahl zu begleiten. Sie konnten in kleinen Gruppen in verschiedene Berufe in den Betrieben „reinschnuppern“ und ein halbes Jahr lang einmal die Woche im passenden Beruf zur Probe arbeiten.

Ein Problem sieht Röstel darin, dass in dem Projekt zukünftig eine Altersbeschränkung von 18 Jahren greifen soll. „Die jungen Menschen müssen eine Chance bekommen, die nicht vom Alter abhängt, sonst kann Integration nicht gelingen. Es kommen auch viele fähige und ehrgeizige 20- bis 30-Jährige, warum müssen die in dem Projekt von vornherein durch das Raster fallen?“

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