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"Florana" plant die Friedrichstadt-Passage um

"Florana" plant die Friedrichstadt-Passage um

Ursprünglich wollte Heinz Nettekoven, der Geschäftsführer des Weimarer Projektentwicklers "Florana", im Februar 2011 mit dem Bau der Friedrichstadt-Passage beginnen.

Inzwischen sind anderthalb Jahre vergangen, doch auf der Brachfläche an der Ecke Friedrich-/Weißeritzstraße hat sich bislang überhaupt nichts getan. Besucher der Veranstaltung "Entwicklungsperspek- tiven für die Dresdner Friedrichstadt" erfuhren am Dienstagabend im "Riesa Efau", dass auch in naher Zukunft auf dem 9000 Quadratmeter großen Grundstück keine Bagger rollen werden. Denn nach massiven Anwohnerprotesten sahen sich die "Florana"-Verantwortlichen zum Umplanen gezwungen.

Diese Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen, wie ein Vertreter des Investors bei der Diskussionsrunde des Entwicklungsforums Dresden erklärte. Nettekoven war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Auf der Internetseite der "Florana" ist seit einiger Zeit nachzulesen, dass er im Herbst dieses Jahres mit den Bauarbeiten beginnen und sie ein Jahr später abschließen will. Doch dieser Zeitplan ist extrem ehrgeizig. Zum einen kann ihm bei einem Baubeginn im Herbst ein strenger Winter einen dicken Strich durch die Rechnung machen. "Zum anderen müssen die überarbeiteten Planungen vom Stadtrat mehrheitlich bestätigt und vorher in den Fachausschüssen diskutiert werden. "Und wir gehen bald erst einmal in die Sommerpause", gibt Grünen-Stadträtin Elke Zimmermann zu bedenken. Wie die Mitglieder der Bürgerinitiative Friedrichstadt hält auch sie die Passage für zu überdimensioniert. Allein im Erdgeschoss sollen 3400 Quadratmeter Handelsfläche und eine Einkaufs-Mall entstehen, darüber ein Parkhaus, Büros, Praxen und Wohnungen.

Kritik entzündete sich auch an der breiten Zufahrt zu den Parkdecks von der Weißeritzstraße aus und an dem beabsichtigten Abriss eines angrenzenden Hauses, das nun doch erhalten und wohl in die Passage integriert werden soll. "Alles in allem sind das aber nur kleine Zugeständnisse, die uns nicht wirklich glücklich machen", meint Zimmermann. Die "Florana" kalkuliert mit einem Investitionsvolumen von mehr als 15 Millionen Euro. Viel Geld, das - so Nettekovens Hoffnung - durch den Einzug eines Rewe-Marktes, einer Apotheke, eines Friseurs und anderer Händler schrittweise wieder reinkommt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.06.2012

Christoph Stephan

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