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Lokales Filmdreh zum Sukuma-Award – Aus dem Flieger in die Elbe
Dresden Lokales Filmdreh zum Sukuma-Award – Aus dem Flieger in die Elbe
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11:01 31.05.2018
Eine Szene aus dem Sukuma-Projekt: Christian Mark landet für den Filmdreh in der Elbe – zur Strafe für seine schlechte Öko-Bilanz. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Ein halbes Jahr lang vegetarisch leben, um nach Mallorca zu fliegen? Oder lieber gleich Urlaub auf Balkonien machen? Das kann sich wahrscheinlich nicht jeder vorstellen. Doch es geht um die Ökobilanz. Dafür wirbt jetzt bei den Filmnächten am Elbufer der gemeinnützige Verein Sukuma, der sich für nachhaltige Entwicklung einsetzt und CO2 -Emissionen verringern möchte.

Jedes Jahr weist ein kurzer Spot auf ein aktuelles Problem hin – diesmal auf den Ressourcen verschwendenden Tourismus der Deutschen mit etwa 1.221 Kilogramm CO2 pro Person im Jahr. Dafür wird parallel in Dresden, Leipzig und Chemnitz ein Wettbewerb ausgeschrieben. „Wir haben diesmal circa hundert Einsendungen erhalten, darunter sehr witzige Projekte. Am Ende haben wir eine Idee pro Stadt verfilmt“, erzählt die Pressesprecherin der Nicht-Regierungs-Organisation (NGO), Franziska Pschera.

Der CO2 -Verbrauch durch Tourismus war bereits 2017 das UN-Jahresthema und soll nun auch die Dresdner Bürger erreichen. Dafür drehen die Mitglieder zwei Tage lang in Berlin und Dresden mit den Schauspielern Katja Rogner vom tjg und Christian Mark von den Kammerspielen Landshut. Neben den Hauptdarstellern des Low-Budget-Films wurden auch 15 Komparsen akquiriert, darunter die erst acht Monate alte Cornelia mitsamt ihren frischgebackenen Eltern.

Im Spot wird Mark unterwegs von Rogner aus einem Flugzeug geschubst, weil er sein CO2 -Kontingent bereits überschritten hat und deshalb „unterwegs aussteigen muss“, erklärt Pschera. Der Darsteller landet im Fluss seiner Heimatstadt Dresden. Gestrandet an der Elbe stellt er fest, dass man auch zuhause mit den Einheimischen eine schöne Zeit genießen kann.

„Am besten ist es, Flugreisen komplett zu vermeiden“, gibt Pschera Auskunft. „Wenn es nötig ist, dann nur in angemessenem Verhältnis ohne Umsteigeflüge oder Kurzstrecken.“ Nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung könne sich einen Flug leisten oder überhaupt verreisen. Die drei großen Maximen der NGO lauten deshalb: „Informier dich richtig, nutz alles so lange wie möglich. Und sei dir bewusst, was drin steckt“, so Pschera. Der Film läuft als Trailer bei den diesjährigen Filmnächten am Elbufer und soll auch den bundesweiten Projektkinos kostenlos zur Ausstrahlung angeboten werden.

Von Katharina Jakob

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