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Lokales Feuriges Rot, wenn die Blüten schwinden
Dresden Lokales Feuriges Rot, wenn die Blüten schwinden
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14:59 28.09.2018
Im Herbst ist es das karmin- bis lilarote Laub, das das Pfaffenhütchen attraktiv macht. Quelle: Oliver Killig (Archiv)
Dresden

Bäume und Sträucher, deren Laub sich im Herbst knallrot färbt, sind ein besonderer Blickfang im Garten, wenn es nur noch wenige Blüten gibt. Wie bei jedem Gehölz, das viele Jahre – oft Jahrzehnte – im Garten bleiben soll, muss man sich vorm Pflanzen informieren, welche Ansprüche an den Boden gestellt werden und vor allem wie hoch und breit der Baum bzw. Strauch wachsen kann.

Im Herbst schön rot, aber zu groß für kleine Gärten

So erreicht die Scharlach-Eiche (Quercus coccinea), deren tief gebuchtete Blätter mit den spitzen Blattenden im Herbst scharlachrot leuchten, eine Höhe von bis zu 25 Metern. Damit ist sie nur für Parks und parkähnliche große Gärten geeignet. Gleiches gilt für die Amerikanische Roteiche (Quercus rubra), die über 30 Meter erreicht.

Diese Gehölze bekommen im Herbst leuchtend rote Blätter.

Knut Strothmann von der sächsischen Gartenakademie in Dresden-Pillnitz hat eine Liste von Gehölzen zusammengestellt, die im Herbst leuchtend rote Blätter bekommen und die auch von ihrem Habitus her für Privatgärten geeignet sind. Seine persönlichen Favoriten sind der Eisenhutblättrige Japan-Ahorn, die Kahle Felsenbirne, das Geflügelte Pfaffenhütchen und der Amberbaum.

Malerischer Japan-Ahorn

Der Eisenhutblättrige Japan-Ahorn (Acer japonicum ’Aconitifolium’) ist „ein malerischer, baumartig wachsender Strauch. Seine Blätter sind so dekorativ wie die Blätter des Eisenhutes. Im Herbst leuchten sie orangerot bis feurig weinrot“, schwärmt Strothmann. Das Gehölz wird drei bis fünf Meter hoch, was vom Boden abhängt, in dem die Pflanze wächst. Am besten gedeihe dieser Japan-Ahorn – eine Wildart aus den Bergwäldern Japans – in lehmigem Boden.

Die Kahle Felsenbirne (Amelanchier laevis), die ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas stamme, überzeuge nicht nur mit ihrer prachtvollen gelb-orangen bis scharlachroten Herbstfärbung der Blätter, sondern auch mit dem bronzeroten Austrieb und ihren schönen, großen weißen Blüten im Frühling, so Knut Strothmann weiter. Der oft mehrstämmige Großstrauch wird drei bis sechs Meter hoch.

Gehölze mit schöner Färbung und auffälligen Korkleisten

Das geflügelte Pfaffenhütchen (Euonymus alatus) – auch Korkspindel oder Korkflügelstrauch genannt – ist in Japan und der Mandschurei (Nordostchina) beheimatet. Das Gehölz wächst langsam zu einem „mittelgroßen Strauch mit eher sparrigem Wuchs“ heran, sagt Strothmann. „Höhe im Alter zwei bis drei Meter. Die Herbstfärbung ist leuchtend karminrot bis lila rot.“ Wie der Name Korkflügelstrauch sagt, hat das Gehölz noch eine Besonderheit: Die jungen Zweige besitzen auffällige Korkleisten, die bis zu einem Zentimeter breit sein können. Euonymus alatus gedeiht in allen Böden, verträgt aber weder Trockenheit noch Staunässe.

Der Amberbaum (Liquidambar styraciflua), der aus dem südöstlichen Nordamerika stammt, wächst zu einem 10 bis 20 Meter hohen stattlichen Baum heran. Es gibt aber auch Sorten, die sich für einen kleinen Hausgarten eignen. „Die Herbstfärbung ist prachtvoll tiefpurpur, gelborange bis weinrot“, begründet Knut Strothmann die Wahl dieses Favoriten. Der Amberbaum, der hierzulande noch recht selten in Gärten anzutreffen sei, besitzt ebenfalls Korkleisten an den Zweigen, die dem Gehölz im Winter ein bizarres Aussehen verleihen.

Gehölze mit roter Blattfärbung

Acer ginnala - Feuer Ahorn

Acer japonicum ‚Aconitifolium’ - Eisenhutblättriger Japan-Ahorn

Acer palmatum ‚Osakazuki’ - Fächer-Ahorn

Acer rubrum ‚October Glory´ - Rot-Ahorn

Amelanchier laevis - Kahle Felsenbirne

Amelanchier lamarckii - Kupfer-Felsenbirne

Amelanchier ovalis - Felsenbirne

Cornus florida - Blumen-Hartriegel

Cornus kousa var. chinensis - Chinesischer Blumen-Hartriegel

Euonymus alatus - Geflügeltes Pfaffenhütchen

Euonymus planipes - Großfrüchtiges Pfaffenhütchen

Liquidambar styraciflua – Amberbaum

Parrotia persica - Eisenholzbaum

Quelle: LfULG

Von Catrin Steinbach

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