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Lokales Feuerwehr rettet jetzt die Bäume
Dresden Lokales Feuerwehr rettet jetzt die Bäume
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16:23 26.07.2018
Dresdner Feuerwehrmann beim Baumwässern. Quelle: Feuerwehr Dresden
Dresden

Diese Bilder aus Hamburg und Wuppertal sorgen bundesweit für Gesprächsstoff: Wasserwerfer der Polizei sind in Grünanlagen unterwegs, um die dürstenden Bäume und Sträucher zu gießen. Auch in Dresden machen die Hitze und die seit Wochen andauernde Trockenheit dem Stadtgrün zu schaffen. Werden jetzt in Dresden ebenfalls Wasserwerfer eingesetzt?

Dresdner Bürgermeisterin bittet Polizei um Hilfe

„Die Umweltbürgermeisterin war zur Nutzung von Wasserwerfern bereits im Gespräch mit dem sächsischen Innenministerium“, so ein Stadtsprecher. „Die Polizei schließt die Nutzung der Wasserwerfer zur Wässerung grundsätzlich nicht aus. Dies ist jedoch abhängig von Verfügbarkeit und deswegen in Dresden zur Zeit nicht möglich.“

Sächsische Wasserwerfer in Leipzig stationiert

Die sächsische Polizei verfüge über drei Wasserwerfer, heißt es auf DNN-Anfrage aus dem Innenministerium. Diese seien 120 Kilometer von Dresden entfernt in Leipzig stationiert und am kommenden Wochenende ins Einsatzgeschehen eingebunden.

Dresdner Feuerwehr macht mit

Erfolg hatte Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen schließlich mit ihrem Hilferuf bei der Dresdner Feuerwehr. „Ja natürlich, wir beteiligen uns an der Pflege der Jungbäume“, so Feuerwehrchef Andreas Rümpel gegenüber DNN. „Wir warten jetzt auf die Zuarbeit der Stadt, um welche Bäume wir uns kümmern sollen. Und dann werden wir das – abhängig natürlich vom Einsatzgeschehen – mit einplanen. Ob Berufsfeuerwehr und /oder Freiwillige Feuerwehren das Gießen übernehmen, hängt davon ab, wo wir hinfahren sollen.“

Gärtner fast ausschließlich mit Gießen beschäftigt

Die Gärtner des Regiebetriebes Zentrale Technische Dienste und vom Amt für Stadtgrün beauftragte Firmen sind schon seit Anfang Mai fast ausschließlich mit Gießen beschäftigt. Wie die Stadt mitteilt, würden derzeit schwerpunktmäßig Sonderkulturen wie Wechselpflanzungen, Pflanzkübel, Rosen, Rhododendron und vor allem Jungbäume, die noch nicht so tief verwurzelt sind wie ältere Exemplare, gewässert. „Bei den Bäumen sind zurzeit rund 200 Standorte in den Wässerlisten.“

Bäume mit Wassersäcken ausgerüstet

150 Bäume im Stadtgebiet hat die Stadt mit Wassersäcken ausgerüstet. Sie dienen „der Bewässerung an besonders schwierigen Standorten mit hoher Verdichtung und damit einhergehend geringer Wasseraufnahmekapazität des Bodens“, so die Stadt auf Anfrage der DNN. Die Säcke seien an der Unterseite perforiert und würden das Wasser über einen längeren Zeitraum abgeben, so das es vom Boden aufgenommen werden könne und nicht sofort über die Oberfläche ablaufe.

Es wird Brauch- und Trinkwasser zum Gießen verwendet

Das Gießen der Bäume erfolge mit Wasserwagen. Es werde Brauchwasser verwendet. In den Park- und Grünanlagen komme das Gießwasser aus Standrohren der DREWAG. Neben Brauchwasser müsse allerdings auch Trinkwasser genutzt werden.

Allein 50 000 Straßenbäume – da ist Gießen Mammutaufgabe

Trotzdem schafft die Stadt es nicht, alle Bäume zu bewässern. Denn allein entlang der Straßen stünden 50 000 Exemplare. „Wir freuen uns deswegen, wenn die Dresdnerinnen und Dresdner mithelfen und diese Bäume gießen, am besten natürlich mit – so noch vorhanden – gesammeltem Regenwasser“, erneuert Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen ihren Aufruf von Anfang Juli.

Einwohner können helfen

Wer Bäume wässern möchte, sollte allerdings ein paar Hinweise beachten: „Es ist besser, seltener, dafür aber intensiv in den Morgen- oder Abendstunden zu gießen (1 Eimer - 10 Liter, besser 2 Eimer). Wenn vorhanden, sollten die Gießöffnungen in den Baumscheiben verwendet werden. Gut ist es auch, sich mit den Nachbarn abzustimmen, damit möglichst viele Bäume Wasser bekommen, nicht nur der Lieblingsbaum. Sehr wichtig ist auch, auf die eigene Sicherheit und die anderer Passanten oder Radfahrer zu achten - besonders, wenn man Straßenbäume wässern möchte“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Stadt testet trockenheitstolerante Baumarten

Um den klimatischen Bedingungen besser entgegen treten zu können, testet die Stadt Dresden verstärkt trockenheitstolerante und wärmeverträgliche Baumarten. Die Platanen auf der Prager Straße zum Beispiel „haben durch bauliche Maßnahmen besonders viel Wurzelraum erhalten. Außerdem erfüllt gerade die Baumart Platane alle Anforderungen an diesen extremen Standort.“

Von Catrin Steinbach

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