Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Feuerteufel von Gorbitz muss ins Gefängnis

Brandstifter Feuerteufel von Gorbitz muss ins Gefängnis

Stefan V. war ziemlich blass um die Nase, als er zur Urteilsverkündung ins Landgerichts gebracht wurde, als er das Urteil hörte bedeckte das Gesicht mit den Händen und rührte sich nicht mehr. Der 31-Jährige wurde wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten verurteilt.

Großeinsatz für die Feuerwehr am 5. Oktober 2015. 13 Autos brannten in Gorbitz.
 

Quelle: Roland Halkasch

Dresden .  Stefan V. war gestern ziemlich blass um die Nase, als er zur Urteilsverkündung ins Landgerichts gebracht wurde, als er das Urteil hörte bedeckte das Gesicht mit den Händen und rührte sich nicht mehr. Der 31-Jährige wurde wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten verurteilt. Der Angeklagte hatte sich während des Prozesses nicht geäußert. Die Kammer unter Vorsitz von Richterin Michaela Kessler sah es dennoch als erwiesen an, das er mehrere Brände in Gorbitz gelegt hat. Im August und November 2014 zündelte er in Kellern und Treppenhäusern. Durch die Verrußungen entstand ein Sachschaden in Höhe von 23 000 Euro. Am 26. Februar 2015 zündete er auf der Ebereschenstraße Abdeckplanen eines VW, eines Anhängers und einen Kinderwagen unter einem Balkon an. Dabei wurde er einmal von einer Zeugin beobachtet.

Dann galt das Interesse von Stefan V. offenbar nur noch Autos - insgesamt 17 Stück fackelte er an zwei Abenden ab. Am 29. September zündete er auf dem Kresseweg einen Golf und einen Toyota an, beide Autos brannten komplett aus. Durch die Flammen wurde ein daneben abgestellter Opel beschädigt – dreimal Totalschaden. Am frühen Morgen des 5. Oktober legte er eine regelrechte Schneise der Verwüstung und bescherte der Feuerwehr einen Großeinsatz. Gegen 1.30 Uhr standen an der Ecke Ebereschenstraße/Wilsdruffer Ring drei Autos in Flammen – ein Opel, ein Ford und ein Renault. Während die Feuerwehr mit Löscharbeiten beschäftigt war, ging die nächste Alarmmeldung ein. Auf einem Parkplatz am Altgorbitzer Ring standen ein Seat und ein Mitsubishi in Flammen, wenig später an der Christengemeinde „Oase“ auf der Espenstraße ein Golf, ein Renault und ein Mercedes, aus dem Benzin auslief. Dadurch fingen noch zwei Toyotas, zwei Seats und ein Peugeot Feuer – Gesamtschaden 56 000 Euro. Als dann am Omsewitzer Ring der Radkasten eines Transporters brannte, wurde Stefan V. in unmittelbarer Nähe festgenommen. Der Angeklagte war immer vor Ort, er legte die Feuer in unmittelbarere Nähe seiner eigenen Wohnung, einmal sogar im eigenen Keller. Die Brandstiftungen verliefen nach dem gleichen Schema. Auf den Vorderreifen wurde Brennpaste oder Kleber aufgebracht und angezündet.

Während der Taten war Stefan V. zwar alkoholisiert aber nicht total betrunken. Gutachter Stephan Sutarski bescheinigte ihm eine volle Schuldfähigkeit. Der Angeklagte, so der Gutachter, leide unter einem Minderwertigkeitsproblem. Frust, Stress oder Kränkungen reagiere er mit Brandstiftungen ab. Deshalb sollte er therapiert werden, sonst könne so etwas immer wieder passieren, so Sutarski. Stefan V. ist Wiederholungstäter und sitzt derzeit eine Haftstrafe wegen anderen Brandstiftung ab.

Von Monika Löffler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.