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Lokales Feuerteufel von Dresden-Gorbitz vor Gericht
Dresden Lokales Feuerteufel von Dresden-Gorbitz vor Gericht
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09:35 02.12.2016
Stefan V. steht wegen schwerer Brandstiftung vor dem Landgericht. Er soll monatelang in Gorbitz gezündelt haben. Quelle: Monika Löffler
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Dresden

Stefan V. ist nicht gerade das, was man einen Schrank von einem Kerl nennt, der 31-Jährige ist eher klein und schmal. Trotzdem hat vor ihm monatelang ein ganzer Stadtteil gezittert. Monatelang soll der Mann in Gorbitz gezündelt haben. Am frühen Morgen des 5. Oktober wurde er festgenommen, nachdem er in der Nacht über ein Dutzend Autos abgefackelt haben soll.

Seit gestern muss sich er sich vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Nicht das erste Mal, dass der Mann wegen Brandstiftung vor Gericht steht, er ist einschlägig vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor im August und November 2014 Feuer in einem Kellern und einem Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern in Gorbitz gelegt zu haben. Einmal sogar im Keller seines eigenen Hauses auf der Harry-Dember-Straße, dabei wurden auch mehrere Fahrräder beschädigt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, der Sachschaden beläuft sich auf 23 000 Euro. Am 26. Februar 2015 habe er, so die Anklage auf der Ebereschenstraße gezündelt und die Abdeckplanen eines VW und eines PKW-Anhängers und danach einen Kinderwagen unter einem Balkon angezündet.

Dann galt das Interesse von Stefan V. offenbar nur noch Autos. Am 29. September soll er auf dem Kresseweg einen Golf und einen Toyota angezündet haben, beide Autos brannten komplett aus. Durch die Flammen wurde noch ein daneben abgestellter Opel beschädigt – dreimal Totalschaden.

Am frühen Morgen des 5. Oktober vergangenen Jahres hatte die Feuerwehr dann einen Großeinsatz in Gorbitz – da soll der Angeklagte über ein Dutzend Fahrzeuge abgefackelt haben. Der Gesamtschaden belief sich auf 56 000 Euro. Gegen 1.30 Uhr standen an der Ecke Ebereschenstraße/Wilsdruffer Ring drei Autos in Flammen – ein Opel, ein Ford und ein Renault. Während die Feuerwehr damit beschäftigt war, die Autos zu löschen, ging die nächste Alarmmeldung ein. Auf einem Parkplatz am Altgorbitzer Ring brannte ein Seat und ein Mitsubishi. Wenig später an der Christengemeinde „Oase“ auf der Espenstraße ein Golf, ein Renault und ein Mercedes, aus dem Benzin auslief. Dadurch fingen noch zwei Toyotas, zwei Seats und einen Peugeot Feuer. Als dann am Omsewitzer Ring der Radkasten eines Mercedes Transporters brannte wurde Stefan V. in unmittelbarer Nähe festgenommen. Ein Ermittlungsrichter schickte ihn in U-Haft. Derzeit sitzt er eine Reststrafe wegen Brandstiftung in anderer Sache ab. Zu den Vorwürfen wollte sich der 31-Jährige gestern nicht äußern. Der Prozess wird mit der Vernehmung von Zeugen fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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