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Lokales Fernsehturm ist das Topthema in Dresden
Dresden Lokales Fernsehturm ist das Topthema in Dresden
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07:03 29.12.2018
Kein Thema bewegt die Dresdner so sehr wie die Wiedereröffnung des Fernsehturms. Quelle: picture alliance / ZB
Dresden

Die Sanierung des Fernsehturms ist für die Dresdnerinnen und Dresdner das Top-Thema schlechthin: 92 Prozent kennen die Debatte um die Wiedereröffnung des 1991 geschlossenen Bauwerks in Wachwitz. Nur acht Prozent haben noch nichts über dieses Thema gehört. Das ist das Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität 529 repräsentativ ausgewählte Einwohner der Stadt befragt hat. Es gibt kein Thema in Dresden mit einem höheren Bekanntheitsgrad. Die Tendenz ist sogar steigend: Im Dezember 2017 wussten noch 86 Prozent über die Fernsehturm-Debatte Bescheid.

Ob der Fernsehturm wieder geöffnet werden soll, ist für die Dresdner keine Frage. Selbst unter der Bedingung, dass für den Betrieb dauerhaft öffentliche Zuschüsse fließen müssten, sprechen sich 78 Prozent für eine Wiederbelebung des Fernsehturms aus. Auch dieser Wert steigt stetig, vor einem Jahr plädierten nur 69 Prozent für eine Öffnung ohne Blick auf die Folgekosten. 22 Prozent sind aktuell dafür, dass für die Sanierung erforderliche Geld anders auszugeben.

Beim „Wie“ einer Wiedereröffnung scheiden sich die Geister: Zwar gibt es eine große Mehrheit von 94 Prozent, die „auf jeden Fall“ (79 Prozent) oder „eher“ (15 Prozent) für eine Aussichtsplattform plädieren. Auch ein Restaurant stößt mit 59 Prozent „auf jeden Fall“ und 27 „eher“ auf große Zustimmung. Die von der städtischen Tochter Stesad GmbH in einer Studie ins Spiel gebrachten Hotelzimmer in luftiger Höhe finden aber nur 5 Prozent „auf jeden Fall“ und 13 Prozent „eher“ Zuspruch, die Idee stößt dagegen mit 41 Prozent „eher nicht“ und 40 Prozent „auf keinen Fall“ auf Ablehnung.

Bei einem Event-Raum für Feiern ist das Bild gemischt: 21 Prozent wollen diese Nutzung auf jeden Fall haben und 25 Prozent können sich das vorstellen, während 35 Prozent „eher nicht“ und 19 Prozent „auf keinen Fall“ sagen.

78 Prozent der Befragten wären bereit, es sich acht Euro kosten zu lassen, um einen Blick vom Fernsehturm auf Dresden und die Umgebung zu werfen. 22 Prozent lehnen den in der Stesad-Studie kalkulierten Preis ab. Diese 110 Dresdnerinnen und Dresdner wurden von den Meinungsforschern gefragt, was denn für sie ein angemessener Preis für die Fahrstuhlfahrt zur Aussichtsplattform in 148 Meter Höhe wäre. Die Spanne reichte von null bis sechs Euro, der Mittelwert aller Antworten lag bei 3,61 Euro.

Nachdem der Bund 12,8 Millionen Euro Denkmalschutz-Fördermittel zugesagt hat und Stadt und Land ihre Absicht erklärt haben, gemeinsam die gleiche Summe beizusteuern, ist die Sanierung finanziell abgesichert. 61 Prozent der Befragten sind sich sicher, dass es unter diesen Bedingungen gelingen wird, einen Betreiber für den Fernsehturm zu finden. 22 Prozent glauben nicht, dass jemand das wirtschaftliche Risiko eingehen wird, den Fernsehturm zu betreiben. 17 Prozent erklärten, sie könnten diese Frage nicht beantworten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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