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Lokales Feng Shui-Beraterin Susanne Gorski spricht am Sonnabend auf dem 1. Unternehmerinnenkongress in Dresden
Dresden Lokales Feng Shui-Beraterin Susanne Gorski spricht am Sonnabend auf dem 1. Unternehmerinnenkongress in Dresden
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17:16 09.09.2015
Mit dem Lo`Pan vermisst Susanne Gorski meinen Schreibtisch. Quelle: Anja Schneider

In meinem Fall kann es jedenfalls nicht daran liegen, dass ich den ganzen Tag nach Westen schaue. Denn das ist, glaubt man Susanne Gorski, für mich eine günstige Blickrichtung. Die 54-Jährige ist Feng Shui-Beraterin und Senior Tao Geomantie-Meisterin (davon gibt es weltweit nur 58). Erst 2014 im Frühjahr hat es die Niedersächsin nach Struppen verschlagen, der Liebe wegen. Hier bietet sie Beratung, Planung und Umgestaltung von Arbeits- und Privatgebäuden an, hält Vorträge und steht in allen Fragen zu ganzheitlicher Gesundheit zur Verfügung. Am Sonnabend hält sie ein Referat über "Business Feng Shui" im Rahmen des Unternehmerinnenkongresses in Dresden.

Susanne Gorski hat sich dem Feng Shui verschrieben, lernte unter anderem im "international QI-Mag Institute" auf Sri Lanka. Im Feng Shui geht es auch um den günstigen Fluss von gesunder, frischer Luft und harmonischer Energie, dem sogenannten QI (gesprochen: chi). QI erreicht meinen Arbeitsplatz, der im dritten Stock und viele Glastüren vom Eingang entfernt liegt, nur minimal. Gorskis Beratung besteht darin, Blockaden zu erkennen und QI dorthin zu bringen, wo die Menschen leben und arbeiten: ins Gebäude. Für eine ausführliche Feng Shui-Beratung betrachtet die 54-Jährige allerhand verschiedene Daten. "Ich gehe vom großen Ganzen zum Kleinen, die umgebende Landschaft, das Grundstück, das Gebäude, der Raum muss seine Bewohner stärken und unterstützen", erklärt sie. In meinem Fall kann und will ich nicht so viele Daten liefern. Grundriss des Gebäudes, Vornutzung oder das Baujahr müssen ebenso außen vor bleiben wie die Störzonenuntersuchung mit der Wünschelrute. Was ich Susanne Gorski zur Analyse liefern kann, ist einzig mein Geburtsdatum und ein Blick auf meinen Schreibtisch.

Bei ihrem Besuch in meinem Büro - das ich mit drei Kollegen teile - verschafft sich die Beraterin einen Eindruck und misst meinen Arbeitsplatz mit dem Lo'Pan, ihrem Feng Shui Kompass ein. Ihre H3-Antenne, eine Weiterentwicklung der klassischen Wünschelrute, hat sie in Struppen gelassen, auch wenn eine Störzonenanalyse wichtig wäre.

Nach einigen Tagen präsentiert Susanne Gorski ihre Analyse. Das Element meines Geburtsjahres 1984 ist Holz, mein chinesisches Tierkreiszeichen ist die Ratte - ich mag diese Tiere und hielt sie früher als Haustier, wie passend. Mein Trigramm-Element ist Erde. "In diesem Büro ist das Holzelement zu stark und es fehlt das Element Feuer, die anderen vorhandenen Elemente stehen im Konflikt", erklärt Gorski. Deshalb sei zur Harmonisierung eine "Feuer"-Abhilfe an meinem Arbeitsplatz angebracht. Etwas Rotes. Da ich selbstverständlich nicht die Wände anmalen darf, ist die Schreibtischunterlage das Mittel der Wahl. Auch eine Kerze oder Lampe wäre denkbar. Weitere bekannte Holz-Ratten sind übrigens auch Shakespeare, Jimmy Carter und Marlon Brando. Wir sind bemerkenswert umgänglich, fleißig und sparsam bis zum Geiz, erscheinen bisweilen reserviert, sind aber bei weitem keine stillen Wasser. Ja, das alles kann ich unterschreiben.

Einiges, was Gorski mir erklärt, habe ich intuitiv bereits gewusst. Zum Beispiel, dass es mich nervös macht, dass ich mit dem Rücken zur Tür sitze. Hinter mir steht ein niedriger Aktenschrank, dessen Kante mir quasi einen Energie-pfeil in den Rücken schießt. "Ein halbhoher geschlossener Aktenschrank als Rückendeckung wäre hier viel besser und die Tür sollte dauerhaft geschlossen werden", sagt Gorski. "Angreifende Ecken" sind überall im Raum zu finden, der Tisch ist eckig, sogar das Papier (es gibt Feng Shui-Papier mit besonderen Maßen und runden Ecken). Das von den vier Computern im Raum allerhand Strahlung ausgeht, ist selbsterklärend. Neonröhren, die unsere Gesichter erhellen, schicken flimmerndes Licht, das nervös macht und Augenprobleme verursacht. Viel besser wäre eine Lampe, die Vollspektrum-Tageslicht verbreitet - diese sind in Skandinavien verbreitet.

Susanne Gorski geht in ihren Beratungen viel tiefer, als Sie es in unserem Beispiel tun konnte. Da wird unter anderem die landschaftliche Umgebung nach der Formation der vier Tiere untersucht, die zeigt, wie ein Gebäude in die Umgebung eingebettet werden soll. Seit je her wird mit der Tür zur Straße/zum Fluss, mit dem Rücken zum Berg gebaut. Auch das ist Feng Shui. Mit der H3-Antenne geht Gorski bei ihren Analysen rund ums Haus und durch die Räume, identifiziert Störzonen, hervorgerufen zum Beispiel durch Wasseradern. Wer sich dauerhaft an solchen Zonen aufhält, zum Beispiel weil das Bett genau darüber steht, wird negative Auswirkungen spüren. Dann muss unter Umständen das Bett umgestellt werden. Ein Neubau kann bereits bei Baubeginn dauerhaft gegen Wasseradern und Radon abgeschirmt werden und es gibt außerdem speziell abgeschirmte Kabel, Schalter und Steckdosen, vitalisierende Zusätze für Wandfarbe und Oberputz. Was man persönlich auch von den unzähligen Feng Shui-Praktiken halten mag: Sich die Option offenhalten, dass es tatsächlich so etwas wie QI gibt, halte ich für eine gute Idee. Deswegen die rote Schreibtischunterlage.

Unternehmerinnen-Kongress, Sa. 9-18 Uhr im Artótel Dresden, Ostraallee 33; Anmeldung bis Mi. unter www.unternehmerinnen-kongress.de; www.arts-of-living.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.01.2015

Franziska Schmieder

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