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Lokales Fasching in Dresden: Dresdner Karnevalisten feiern 35. Jubiläum
Dresden Lokales Fasching in Dresden: Dresdner Karnevalisten feiern 35. Jubiläum
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23:43 09.09.2015
Quelle: Julia Vollmer
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Michael Thiele ist das Oberhaupt der Dresdner Narren.

Seit nunmehr 33 Jahren ist er Mitglied im Dresdner Carneval Club (DCC), seit sechs Jahren ist er sein Präsident und Vorsitzender im Elferrat. Närrisch ging es im Verein nicht immer zu. „In der ersten Faschingssaison nach der Wende hatten wir eine Veranstaltung im ehemaligen Haus der NVA. 300 Leute hätten Platz gehabt in diesem Saal“, erinnert sich Thiele. „Gekommen sind 20. Das war schon bitter. Und überhaupt mussten wir uns nach der Wende nach dem deutschen Vereinsrecht umgestalten. Diese ganzen Regelungen kannten wir alle nicht.“

Der DCC kann mittlerweile auf eine 35-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Insgesamt 58 aktive Mitglieder zählt der Karnevalisten-Verein. Das sind 16 weniger als noch im Vorjahr. Thiele sieht das allerdings noch lange nicht als Grund, mit dem bunten Treiben aufzuhören. „In Sachsen haben momentan alle Vereine zu kämpfen, man merkt ganz deutlich,dass die Zahlen an Karnevalisten zurückgehen. Es gibt aber eben auch andere Veranstalter die zum Fasching Jux und Gaudi machen. Das sind aber nur Kostümpartys. Mit Fasching hat das nicht mehr viel zu tun“, findet Thiele.

„Wir sind ein Brauchtumsverein und unsere Brauchtümer müssen wir pflegen“. Trotzdem haben die Karnevalisten Schwierigkeiten, Schritt zu halten. „Wir hatten 35 Jahre unseren Spaß gehabt und hoffen, dass uns das noch ein paar Jahre erhalten bleibt“. Anstelle der Orden, die im Karneval eine herausragende Rolle spielen, hat der DCC zum 35. Jubiläum in neue Bühnentechnik investiert. Trotz aller Stolpersteine freut sich der Karnvals-Präsident auf die kommenden Tage. „Der Applaus am Ende geht runter wie Öl“.

Mit dem großen Saalfasching im Zeitgeist auf der Großenhainer Straße am 21. Februar ist die Dresdner Karnevals-Saison dann vorbei. „Dann geht die Arbeit erst richtig los“, weiß Thiele. „Bis April haben wir dann alle Hände voll zu tun. Dann werden die Finanzen geprüft. Die müssen nämlich jedes Jahr abgedeckt sein, sonst hat das närrische Treiben ein Ende und der Dresdner Karneval müsste Insolvenz anmelden“, erzählt der DCC-Präsident. „Und das wäre nicht mehr lustig“.

Juliane Weigt

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