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Lokales Fahrtrinne der Elbe in Dresden wird ausgebaggert
Dresden Lokales Fahrtrinne der Elbe in Dresden wird ausgebaggert
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12:18 24.10.2017
Ein Baggerschiff holt zwischen Carola- und Albertbrücke abgelagerten Sand und Steine aus der Fahrrinne der Elbe. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Ein großes Baggerschiff in der Elbe zog am Montag wieder die Aufmerksamkeit auf sich. Es grub zwischenCarola- und Albertbrücke die Fahrrinne der Elbe aus. „Wir führen diese Maßnahme etwa 10 bis 15 Mal im Jahr durch,“ erklärt Ralf Kurte, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Dresden. Bereits vergangenen Donnerstag war das Schiff aus dem Pieschener Hafen ausgelaufen und hatte die Arbeit unterhalb der Albertbrücke aufgenommen.

Zuerst überprüften Mitarbeiter des Amtes flache Stellen und trugen dann etwa 10 bis 20 Zentimeter Material ab, welches im Uferbereich wieder aufgeschüttet wurde. Auch nahe der ehemaligen Werft in Laubegast und am Blauen Wunder wurde gebaggert. „Gerade an Brücken ist viel Material in Bewegung, so dass die Tiefe der Fahrtrinne regelmäßig geprüft werden muss,“ sagt Kurte.

Die Arbeiten am Flussbett vor der Albertbrücke sollen diese Woche beendet werden, weil die Abweichung zur Normtiefe hier nur minimal war. Je nach Größe der Fläche können die Abtragungen aber auch länger dauern. Die Fahrtrinne soll in Dresden 56 Zentimeter tiefer als das eigentliche Flussbett gegraben sein. Mit dieser Solltiefe wird der sichere Schiffsverkehr auch bei niedrigem Pegelstand der Elbe gewährleistet. Nicht jedem gefällt dieser Eingriff. „Es ist absurd, die Elbe als Niedrigwasserfluss zu etwas machen zu wollen, was sie eigentlich nicht ist: zu einer Wasserstraße“, meint der Verkehrsexperte der Grünen, Johannes Lichdi. Die Binnenschifffahrt auf der Elbe sei weder notwendig noch erforderlich und habe gegenüber anderen Verkehrswegen keine wichtige Bedeutung.

Von Junes Semmoudi

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