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Lokales Fahrplanwechsel: Fernzüge machen um Dresden einen Bogen
Dresden Lokales Fahrplanwechsel: Fernzüge machen um Dresden einen Bogen
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14:25 06.12.2018
Der Leipziger City-Tunnel hingegen wird künftig deutlich mehr frequentiert . Quelle: dpa/Jan Woitas
Dresden/Leipzig

Zusätzliche Züge auf der neuen ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke BerlinMünchen, Anbindung von Gera an den Fernverkehr, mehr Züge mit Wlan-Anschluss – mit der Umstellung auf den Winterfahrplan am kommenden Sonntag treten mehrere Verbesserungen für Zugreisende in Kraft. Doch um weite Teile von Sachsen macht die Angebotsoffensive der Bahn einen Bogen, kritisieren die Grünen.

Vor allem Dresden wird weitläufig umfahren, wie aus dem Fahrplan hervorgeht. Der neue Euronight zwischen Berlin und Budapest fährt über Frankfurt/Oder, Wroclaw und Ostrava. Der „Metropol“-Nachtzug war erst vor einem Jahr auf den Laufweg BudapestPrag gekürzt worden, zuvor fuhr er über Dresden nach Berlin. Geblieben ist eine Tagesverbindung zwischen Hamburg und Budapest über Dresden.

Neu ist auch eine umsteigefreie ICE-Verbindung von Berlin über Halle, Nürnberg und Linz nach Wien. Bis 2014 verkehrte der legendäre „Vindobona“ von Berlin über Dresden und Prag nach Wien. Allerdings war dieser Eurocity wegen des geänderten Railjets-Zuganggebots zwischen Prag und Wien auf die Strecke BerlinPrag gekürzt worden. Reisende aus Dresden müssen mit Aufenthalt in Prag umsteigen. sagt Kühn. Das Ganze sei ein Förderprogramm für den Fernbus, kritisiert der Dresdner Bundestagsabgeordnete der Grünen, Stephan Kühn. Zudem werden die Preise im Fernverkehr angehoben. Sie steigen im Schnitt um 0,9 Prozent.

DB Regio übernimmt Halle-Jena

Weil die ICE auf der Strecke BerlinMünchen gut ausgelastet sind, schickt die DB ein Jahr nach Inbetriebnahme der neuen Trasse weitere Sprinter über Halle ins Rennen. Auf der Strecke gibt es ab Sonntag dann fünf schnelle ICE, die vier Stunden für die Strecke benötigen.

Quelle: dpa/Sven Hoppe

Erstmals seit zwölf Jahren wird Gera wieder an den Fernverkehr angeschlossen. Auf der Mitte-Deutschland-Verbindung verkehren vom Freistaat Thüringen bestellte Intercity-Züge von Köln kommend über Erfurt und Jena bis nach Gera. „Sachsen hat die Chance vertan, mit einer Verlängerung nach Chemnitz wieder eine umsteigefreie Verbindung zwischen Ostthüringen und Südwestsachsen zu schaffen“, schimpft Kühn. Sachsen sollte sich um eine Verlängerung bis zum nächsten Fahrplanwechsel bemühen.

Auf der S-Bahn-Linie Leipzig–Halle fahren wegen der großen Nachfrage von Sonntag an jeden Tag vier statt drei S-Bahnen pro Stunde und Richtung. In Leipzig wird zudem der neue Haltepunkt Essener Straße in Betrieb genommen. Dort hält zum Beispiel die S 6 GeithainLeipziger Messe.

Neu im Einsatz ist der Saale-Express. Die Regionallinie fährt im Zwei-Stunden-Takt. Eine Fahrt von Jena nach Halle soll dann nur noch eine Stunde dauern. Zudem wird der Franken-Thüringen-Express verlängert. Die Züge, die zwischen Nürnberg, Saalfeld und Jena pendeln, fahren nun weiter bis Leipzig.

Während zwischen Jena und Halle künftig DB Regio statt wie bisher Abellio unterwegs ist, hat die Tochter des niederländischen Staatskonzerns 16 andere Regionallinien übernommen, darunter das sogenannte Dieselnetz quer durch Sachsen-Anhalt, das aber auch bis nach Erfurt, Goslar und Wolfsburg reicht. Tickets können an Bord der Züge von Abellio erworben werden.

Von Andreas Dunte und Lars Müller

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