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Lokales Fahnenmasten am Dresdner Kulturpalast werden saniert
Dresden Lokales Fahnenmasten am Dresdner Kulturpalast werden saniert
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08:29 25.07.2017
Die Bauarbeiter tragen eine Asphaltschicht über den frisch verlegten Gehwegplatten auf, damit diese nicht zerstört werden.
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Dresden

 Da sind die Außenanlagen rund um den Kulturpalast seit wenigen Tagen vorzeigbar, da beginnt auch schon die nächste Baustelle. Viel werden die Dresdner davon allerdings nicht zu sehen bekommen, denn es wird ein 30 Meter hohes Gerüst mit 13 Metern Länge und zwölf Metern Breite aufgebaut. Vor das Gerüst kommt eine große Plane, so dass die Arbeiten an den drei Fahnenmasten weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Die Verhüllung schützt vor übermäßiger Staubbelastung, immerhin wird der Anstrich von 1969 fein säuberlich entfernt, wie Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz erklärt. Zum ersten Mal seit 1969 erhalten die Fahnenmasten eine Frischekur und damit auch einen Rostschutz. Von innen gibt es eine Hohlraumkonservierung, kündigt Koettnitz an. Wenn die Farbe abgetragen ist, werden die Maler auf einer kleinen Fläche einen Testanstrich anbringen. Blütenweiß sollen die 30 Meter hohen Masten nicht werden, sondern eine Nuance dunkler, im Baumarkt müsste man wohl „dunkelweiß“ verlangen.

Früher war die Technik für die Fahnenmasten in einem Schacht verborgen, der längst verfüllt wurde. Heute werden die – dank des wissenschaftlichen Fortschritts – deutlich kleineren Geräte direkt in den Masten installiert, so der Amtsleiter. Im November sollen die Fahnenmasten an den Hauptmieter des Kulturpalastes, die Dresdner Philharmonie, übergeben werden. Dann kann mit großen Bannern für Veranstaltungen geworben werden.

So weit ist es noch lange nicht, erst einmal asphaltieren die Bauarbeiter die Aufstellfläche für das Gerüst und eine Zufahrt, damit die frisch verlegten Gehwegplatten nicht kaputt gehen. Wenn das Gerüst steht, starten die Arbeiten an den Masten, deren Betonfundament drei Meter tief in die Erde reicht. Gerade stehen die Stahlkolosse trotzdem nicht, am deutlichsten weicht der mittlere Mast mit acht Zentimetern Neigung ab. Der Mast zum Postplatz hat sechs Zentimeter Neigung und der zum Pirnaischen Platz zwei Zentimeter, so Koettnitz.

150 000 Euro lässt sich die Stadt die Arbeiten kosten, wobei der Denkmalschutz 61 000 Euro davon als Fördermittel beisteuert. Dass die Arbeiten erst jetzt beginnen, ist auch den Finanzen geschuldet. Ursprünglich seien keine Mittel eingeplant gewesen, erläutert der Amtsleiter. Fast wären die Masten unsaniert stehengeblieben, doch dann waren die Arbeiten an den Außenanlagen weniger kostenintensiv als erwartet, so dass noch Gelder frei wurden.

Geld sammelte Philipp Stoll von der Wassertechnik Dresden aus den Springbrunnen vor dem Kulturpalast. Mit einem Staubsauger watete der 27-Jährige durch die Becken und beseitigte Ablagerungen. Die in die Brunnen geworfenen Münzen müsse er entsorgen, erklärte er. „Eigentlich schade. Das Geld könnte man doch spenden“, meinte Stoll. Laut Stadtverwaltung werden die Springbrunnen regelmäßig gereinigt. Dabei wird auch die Funktion der Anlagen geprüft.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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