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Lokales Ex-Ortsamtsleiter bei Unfall ums Leben gekommen
Dresden Lokales Ex-Ortsamtsleiter bei Unfall ums Leben gekommen
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15:08 30.11.2018
Begleitet von den Rathauspfeifern sang sich Peter Rauch selbst das Abschiedsständchen, als er 2002 aus gesundheitlichen Gründen seinen Posten aufgeben musste. Quelle: Ralf U. Heinrich
Dresden

Der frühere Loschwitzer Ortsamtsleiter Peter Rauch ist tot. Er starb am 21. November im Alter von 78 Jahren bei einem Verkehrsunfall auf der Straße zwischen Neustadt und Sebnitz, wie Angehörige und Freunde bestätigten.

Das Ortsamt Loschwitz hatte Peter Rauch von 1990 bis 2002 geleitet und gehörte damit zu den ersten Ortsteilpolitikern der Nachwendezeit. Christoph Flämig, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Weißer Hirsch und Abgeordneter im ersten frei gewählten Stadtrat, hatte ihn damals als Kommunalpolitiker vorgeschlagen. Peter Rauchs Initiative ist es zu verdanken, dass das neue Ortsamtsgebäude am Körnerplatz gebaut wurde.

Besondere Verdienste erwarb er sich, indem er sich im Ruhestand mit einer Bürgerinitiative dafür einsetzte, dass die Gebäude des ehemaligen Lahmann-Sanatoriums auf dem Weißen Hirsch erhalten blieben. Kurz zuvor war er dem Verschönerungsverein Weißer Hirsch beigetreten. Er gehörte außerdem zu den Gründungsmitgliedern eines Vereins, der für den Wiederaufbau des Chinesischen Pavillons sorgte. Bis zuletzt kümmerte er sich um die Gäste, die den Pavillon nutzten. Er nahm Gesangsunterricht und trat mit klassischen Liedern in der Kirchgemeinde oder bei Senioren auf.

Gemeinsam mit seiner Frau arbeitete er ehrenamtlich außerdem in der Sozialstation Bülowh, deren Name sie als Gründung der drei Kirchgemeinden Bühlau, Loschwitz und Weißer Hirsch ausweist. In der evangelisch-lutherischen Kirche Weißer Hirsch war er vor 1990 zehn Jahre lang Vorsitzender des Kirchenvorstandes gewesen und hatte sich in der kirchlichen Friedensarbeit engagiert.

Geboren wurde Peter Rauch 1940 in Neugersdorf. Auf der Werft in Dresden-Übigau und in Wismar lernte er Schiffbauer und setzte die Ausbildung mit einem Ingenieurstudium in Dresden fort. Später arbeitete er als Ingenieur bei der Weißen Flotte sowie im Schwermaschinenbau.

Eine Gedenkfeier für Peter Rauch ist am 10. Dezember, 13 Uhr, in der evangelischen Kirche auf dem Weißen Hirsch, Stangestraße 1, geplant.

Von Tomas Gärtner

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